Aus dem Englischen von Jacqueline Csuss und Jakov Lind Österreichische Exilbibliothek 216 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85452-410-6 18,90 Euro inkl. MWSt. Restexemplare
Der dritte Teil von Jakov Linds Autobiografie zwischen New York und London.
Nach einer Odyssee quer durch Europa und nach fünf Jahren in Israel landet Jakov Lind im abschließenden Teil seiner autobiografischen Trilogie in London, mittellos, aber mit dem gesunden Selbstbewusstsein eines knapp Dreißigjährigen, der überzeugt ist, Schriftsteller und nur Schriftsteller werden zu wollen. In London verliert er erstmals das Gefühl des Ausgegrenztseins, fühlt sich »daheim«, unter Freunden und in Sicherheit. Der Kosmopolit und Bohemien wird Ehemann und Vater zweier Kinder, verkehrt in Künstler- und Intellektuellenkreisen und lernt die österreichische Exilszene Londons kennen; die Notwendigkeit, einen Lebensunterhalt zu verdienen, wird von dem inneren Bedürfnis begleitet, aufzuschreiben, was ihm und seiner Generation widerfahren ist, seine Weltanschauung einer Welt gegenüberzustellen, die nicht zurückblicken will, lieber verdrängt und ihren Opfern nicht in die Augen schauen kann.
Jakov Lind erzählt unsentimental und unverfälscht von seinen mittleren Jahren, von seinem ersten literarischen Erfolg mit dem Erzählband »Eine Seele aus Holz« ebenso wie von der Ablehnung, die dem nachfolgenden Werk »Landschaft in Beton« bei der deutschen Kritik entgegenbrandet. Davon, wie er in der Zeit der Vietnamproteste und der Studentenunruhen zwischen London und New York pendelt, vom Leben als Literatursalonlöwe im New Yorker Partytaumel und von der endgültigen Entscheidung für das Leben im Exil.