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Wiener Psychoanalytische Vereinigung (Hg.)
Hysterie


240 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-85452-464-9
18,90 Euro inkl. MWSt. Restexemplare



Psychoanalytische Ansätze zum Verständnis der Hysterie.

Als Freud vor über hundert Jahren die Ursprünge hysterischer Symptome zu verstehen versuchte, um sie zu heilen, entdeckte er unbewusste psychische Vorgänge, die in Beziehung zur infantilen Sexualität standen. Ihre Bedeutung erkennend lieferte er Erklärungsmöglichkeiten zu einer Reihe von bis dato nicht verstehbaren Phänomenen im Wachzustand und im Traum. Bei dem für seine Hysterievorlesungen berühmten Mediziner Charcot in Paris erhielt Freud schließlich die letzten Anregungen zur Entwicklung der Psychoanalyse. Heute findet man im »Diagnostischen Index« des DSM IV keinen Eintrag für Hysterie. Sind Hysterien damit verschwunden? Die Autoren dieses Bandes zeigen vielfältige Formen hysterischer Erkrankungen auf. Ob es sich um Untersuchungen zu Essstörungen handelt oder ethnologische Studien in Afrika und Indien – hysterische Phänomene scheinen in allen Kulturen auf. Kontextualisiert wird die kulturgeschichtliche Bedeutung des Phänomens: etwa der Einfluss der Hysterie auf die Literatur vor Freud und die Kunst der Bewegung der Dekadenz im Paris des 19. Jahrhunderts oder die Wiederentdeckung der Hysterie im beginnenden 21. Jahrhundert. Die Auseinandersetzung mit der feministisch orientierten Psychoanalyse verweist auf die aktuellen Debatten.


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