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© 2011. PICUS VERLAG
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Hans Eichner
Kahn & Engelmann
Eine Familien-Saga

Österreichische Exilbibliothek
367 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85452-437-3
21,90 Euro inkl. MWSt.



Eine altösterreichisch jüdische Familiensaga im Wien der Jahrhundertwende.

»›Wenn es euch hier wirklich nicht mehr gefällt‹, sagte Miklòs, ›geht nach Wien.‹ … ›Geht nach Wien!‹ Das war es, was Sidonie hatte hören wollen, und war es doch nicht.« Tapolca, Winter 1889. Die Schustersfrau Sidonie Kahn, Tochter eines Gutsbesitzers, die schon bei der unstandesgemäßen Wahl ihres Ehemannes einen eigenen Kopf bewiesen hatte, beschließt, die immer aggressiver werdende antisemitische Umgebung ihres ungarischen Heimatdorfes mit Kind und Kegel zu verlassen und nach Wien zu gehen, und zwar im buchstäblichen Sinn. Der Fußmarsch endet in der Wiener Leopoldstadt, in der um 1910 ein Drittel der jüdischen Bevölkerung wohnte. Angesiedelt in den »entern Gründen«, zwischen Malzgasse und Karmelitermarkt, dem Café Ginsberg und der Fischhandlung Pinsker, entwirft Hans Eichners Roman das authentische Szenario einer »anderen« Jahrhundertwende. Wir hören mit bei den Geschichten von der patenten Tochter Sidonies, Gisa, die sich von der Blusenverkäuferin zur Geschäftsfrau hinaufarbeitet, von den Brüdern, die auch ins Textilgeschäft einstiegen: Deszö, dem Tüchtigen und Seriösen, und Jenö im großkarierten Anzug, dem Hallodri und Angeber in der Familie. In der Gestalt von Gisas Tochter Elli, der Mutter des Erzählers, beginnt sich das Fadengewirk der Familiensaga zu verdichten, als sie Sandor/Alexander Engelmann – »Erzeugung von Blusen, Kleidern und Schlafröcken en gros Export« – zum Mann nimmt.


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