Martin Leidenfrost
Die Welt hinter Wien
Fünfzig Expeditionen
235 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85452-629-2
16,90 Euro inkl. MWSt.
Auch als E-Book erhältlich
Fünfzig literarische Expeditionen in das nah-ferne Zentrum Europas
Martin Leidenfrost ist Österreicher und lebt seit 2004 im slowakischen Grenzort Devínska Nová Ves, auf der langsam vernarbenden Naht des Eisernen Vorhangs. Von dort sind es nur wenige hundert Meter nach Österreich, dreißig Kilometer nach Ungarn und fünfzig in die Tschechische Republik.
»Die Welt hinter Wien« versammelt Geschichten aus einer Gegend, die auf vier Staaten, vier Staatssprachen und Dutzende Ethnien verteilt ist, und doch liegt alles ums Eck. Das Gebiet bezeichnet den mitteleuropäischen Zentralraum zwischen Alpen und Karpaten, irgendwo um die Städte Wien und Bratislava, Györ und Brno herum. Sie hat einige Bezeichnungen erhalten, Namen wie »Centrope« etwa, doch kaum ein Bewohner empfindet diesen von Grenzen zerfurchten Raum als eine organische Region. Von Devínska Nová Ves aus betrachtet erscheint sie indessen als eine natürliche Einheit.
Ein Jahr lang tauchte Leidenfrost Woche für Woche in eine andere Sphäre, in eine andere Sprache, in ein anderes Milieu ein. Aus der Summe dieser Wanderungen entstand das Porträt einer verblüffend vielfältigen Region. »Die Welt hinter Wien« erzählt von Anziehung und Abstoßung, von Stammesfehden und Megalopolen-Utopien, von der Schönheit, Traurigkeit und Wirklichkeit der europäischen Integration.
»Die Welt hinter Wien« ist das Buch zur Serie, die im Spectrum der Tageszeitung Die Presse erschienen ist und mit dem Journalistenpreis »Writing for CEE 2007« ausgezeichnet wurde.
»Mit scharfem Blick erkennt Martin Leidenfrost die Brüche einer vielsprachigen, kulturell höchst unterschiedlichen Welt, der trotz dem Aufbruch in die Globalisierung die Grenzen noch auf lange Zeit eingeschrieben sein werden.«
Die Zeit»Man muss nicht in die Ferne schweifen, um ungewöhnliche Orte, Schicksale und Geschichten zu erleben.«
Buchhändler heute»Eine reizvolle Lektüre - nicht nur für gelernte Österreicher, sondern für jeden, der an Europas Schicksal Anteil nimmt.«
Süddeutsche Zeitung»Näher wird man der für viele wohl abstrakten Region Centrope kaum kommen - es sei denn, man fährt selbst hin.«
Eselsohren