Aus dem Amerikanischen von Sabine Illmer Österreichische Exilbibliothek 224 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85452-453-3 18,90 Euro inkl. MWSt. Restexemplare
Ein Roman über das Erwachsenwerden und den Rassismus in den USA der 50er Jahre.
Die fast zehnjährige Eva Hoffman ist die Tochter jüdischer Emigranten in der Provinzstadt Topeka, Kansas. Während ihr Vater in seinem Beruf als Psychiater aufgeht und Konflikten durch die Hinwendung zur Kammermusik ausweicht, ist ihre Mutter von der Dankbarkeit gegenüber dem Asylland so stark geprägt, dass sie keinerlei Makel an den herrschenden Zuständen zu erkennen bereit ist. Eva hingegen ist nicht nur sensibel, sondern auch unbefangen. Und so bleiben ihr die Widersprüche zwischen den Idealen der Eltern und der rassistischen Bigotterie ihrer Umwelt nicht verborgen. dass die Kinder der schwarzen Putzfrau nie dieselben Ausbildungschancen haben werden wie sie, weil in den USA der fünfziger Jahre Rassentrennung in den Schulen herrscht, beschäftigt sie ebenso wie die flammenden Hasstiraden eines Predigers. Als ihre Familie nach einer Flutkatastrophe Flüchtlinge aufnimmt, muss sie nicht nur auf ihr Zimmer verzichten, sondern erleben, wie mit dieser Familie der Ungeist von Rassenhass in ihr Haus einzieht. Es sind schmerzvolle erste Schritte zum Erwachsenwerden, die Eva, etwa in Gesprächen mit Mordechai, einem politisch engagierten Kollegen ihres Vaters, hellhörig und neugierig unternimmt – ein Abschied von der heilen Welt der Kindheit.