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Alisa Douer
Neuland. Israelische Künstler österreichischer Herkunft
Israeli Artists of Austrian Origin

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306 Seiten, gebunden, Leinen mit Schutzumschlag, zahlreiche s/w Abbildungen
ISBN 978-3-85452-407-6
29,90 Euro inkl. MWSt. Restexemplare



Ein Personenlexikon der Emigration nach Israel

Israel – oder Palästina, wie diese Region damals geheißen hat – war, wenn sich nicht aus zionistischen Motven in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren ins Land gekommen waren, für die meisten aus Österreich zur Emigration Gezwungenen nicht die erste Wahl.
Erez Israel war von 1917 bis 1948 Britisches Mandatsgebiet, und obwohl Großbritannien vielen europäischen Flüchtlingen Asyl gewährte vertrat es eine sehr restrikive Palästinapolitik, nicht zuletzt, um nicht mit der arabischen Bevölkerung in Konflikt zu geraten. Die Einwanderer kamen auf verschiedenen Wegen ins Land: Mit Hilfe von Touristenvisen, "Student Certificates" oder sogenannten "Capitalist Certificates". Die Mehrzahl der Emigranten kam illekal auf vielen Irr- und Umwegen, zum Teil mit langen, erzwungenen Aufenthalten in Madagaskar, Zypern oder Mauritius. Insgesamt wird die Anzahl der in den Jahren 1938 bis 1945 in Israel angekommenen Flüchtlinge auf etwa 10.000 Personen geschätzt, davon circa 4000 Kinde rund Jugendliche mit der "Jugend Alija".
Die Vertriebenen trafen auf eine völlig ungewohnte Umgebung: Klima, Sprache und Lebensgewohnheiten waren fremd. Die meisten von ihnen, vor allem die Künstler, Akademiker und Freiberufler, mussten zuerst ums reine Überleben kämpfen. Bekannte Musiker fanden mit Glück einen Job als Café- oder Barpianist, Anwälte wurden Blumenverkäufer.
Da die aus Deutschland Vertriebenen bereits 1933 ins Land gekommen waren, wurden die Österreicher, die die gleiche Sprache sprachen und ähnlich aussahen, mit dem eigentlich die Deutschen bezeichnenden Spitznamen "Jekes" versehen. Das Buch zur gleichnamigen Ausstellung erfasst sowohl Emigranten, die schon vor ihrer Emigration Künstler waren, als auch jene, die es erst in Israel wurden. Künstler aller Sparten wurden im Zeitraum 1991 bis 1996 fotografiert und Interviewt. Unter ihnen: Jeshajahu Ben Porat, Amos Elon, Teddy Kollek, Alice Schwarz-Gardos, Josl Bergner, Shmuel Katz, Menahem Breuer oder Edith Kraus. Ihre Porträts und Lebensgeschichten stehen im Mittelpunkt dieses Buches, das durch wissenschaftliche Beiträge von Gabriele Anderl und Doron Niederland zu den Themen Flucht, Integration und Akkulturation, die mit zahlreichen bisher unveröffentlichten Fotos aus den zwanziger und dreißiger Jahren illustriert werden, ergänzt wird.


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