Fritz Hausjell Wolfgang R. Langenbucher Fritz Hausjell, Wolfgang R. Langenbucher (Hg.) Unerhörte Lektionen Journalistische Spurensuche in Österreich 1945–1955
244 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85452-487-8 19,90 Euro inkl. MWSt.
Ein journalistisches Lesebuch zu den Jahren 1945–1955.
Der journalistischen Tradition Egon Erwin Kischs verpflichtet, versammelt dieser Band heimische Meisterwerke des Journalismus über Österreich nach Ende der großen Katastrophen Nationalsozialismus, Holocaust und Zweiter Weltkrieg. Eine Spurensuche, die die Relikte der durch Vertreibung und Vernichtung verschütteten journalistischen Kritik und der jungen Avantgarde des wiedererstandenen freien Journalismus bergen soll.
»Unerhörte Lektionen« sind es, die in den Jahren der alliierten Besatzung gedruckt, vom Nachkriegspublikum oft aber kaum angenommen wurden und uns mitunter gerade deswegen noch heute beschäftigen: die Debatte über das Ausmaß der Schuld Österreichs am NS-Wahnsinn und an der millionenfachen Vernichtung von Menschen, die Frage nach der Rückstellung von »arisiertem« Vermögen und der Entschädigung der Opfer des Nationalsozialismus und des Austrofaschismus, das öffentlich ausgeblendete Fortbestehen der mörderischen Ideologie in Form von Neonazismus und Antisemitismus in Organisationen und Publizistik.
Intellektuelle Hellsicht und ein entwickeltes Gespür für die unter der Asche der vorangegangenen Zerstörung brennenden gesellschaftlichen Themen zeichnen diese journalistischen Werke aus, Textierungen voll Fein- und Tiefsinn untermauern ihre Besonderheit.
Mit Texten von: Paul Deutsch, Ernst Fischer, Bruno Frei, Rudolf Kalmar, Viktor Matejka, Alfred Polgar, Marianne Pollak, Oscar Pollak, Hans Weigel u. a.