Renée Wiener, 1924 in Wien geboren, flüchtete mit ihrer Familie 1938 nach Belgien und Frankreich. Dort schloss sie sich bald einer Widerstandsgruppe an und kam später in die Résistance. Zahllose jüdische Kinder haben ihr ihr Leben zu verdanken. Nach dem Zweiten Weltkrieg wanderte sie in die USA aus, wo sie ihren zweiten Ehemann kennenlernte. Renée Wiener wurde 2010 mit dem Titel »Madame le Commandeur«, einer der höchsten Ehrungen des französischen Staates, ausgezeichnet. Sie lebt in Great Neck, New York.
»Wiener erzählt sehr lebendig und ausführlich von ihrer Kindheit, dem Familienleben in Wien, dem Flüchtlingsalltag, dem Engagement im Widerstand und dem Neubeginn in Amerika, immer wieder das Erlebte reflektierend. Das Buch beruht auf Interviews, geführt und bearbeitet von den Herausgebern, ergänzt durch ein Glossar. Ein wichtiges Zeitdokument und eine spannende Lebens- und Emanzipationsgeschichte.« ekz.bibliotheksservice
»Warum klingt alles so gegenwärtig, was Wiener mitteilt? Vielleicht deshalb, weil sie dem Privatleben mindestens ebenso Interesse schenkt wie dem gesellschaftlichen und damit gut in unsere Zeit passt. Weil sie einerseits zwar stark von ihrer bürgerlichen Herkunft – und der Neigung, dem Gefühlsleben besondere Beachtung zu schenken – geprägt ist, andererseits keine Klassendünkel kennt. Weil sie Freude daran hat, das Erlebte zu deuten, sich ihr eigenes Verhalten und das Verhalten anderer zu erklären. Weil sie freimütig ist und frei vom Ehrgeiz, ein bestimmtes Bild von sich zu entwerfen. Hinreichend viele Gründe, um dieser „Rebellion von Anfang an“ aufmerksam zuzuhören.« Die Presse