Irenäus Eibl-Eibesfeldt Fallgruben der Evolution – Der Mensch zwischen Natur und Kultur Wiener Vorlesungen
Band 7 64 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-85452-306-2 8,90 Euro inkl. MWSt. Restexemplare
Ein Essay über das menschliche Verhalten und die Evolution
Der Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeldt sieht den menschen als einen »gelungenen Wurf« der Evolution, der imstande ist, die Natur zu beherrschen. Weniger überzeugt ist er allerdings davon, ob der Mensch auch in der Lage ist, sich selbst zu beherrschen. Individual- und Kulturgeschichte allein würden nicht ausreichen, um Beweggründe und Art menschlichen Verhaltens angemessen zu erklären. Hier sei die Einbeziehung der stammesgeschichtlichen Erkenntnisse vonnöten. Denn unter de kulturell veränderten Oberfläche des modernen Menschen sieht Eibl-Ebesfeldt auch heute noch genetisch den Steinzeitmenschen. Menschen mit der Emotionalität steinzeitlicher Jäger steuerten Düsenbomber, trügen ihre Wettrennen auf Autobahnen aus und regierten als Präsidenten Supermächte.
Nur indem der Mensch dieser Tatsache ins Auge blickt und etwas über die sein Verrhalten bestimmenden stammesgeschichtlichen Anpassungen – über das Angeborene also – erfährt, kann er verhindern, dass sich diese Vorprogrammierungen als Fallgruben erweisen. Die Zukunft der kulturellen Evolution des Menschen »auf der Suche nach einer besseren Welt« sieht Eibl-Eibesfeldt daher nur durch auf Wissen basierende Einsicht gewährleistet.