Mathias Binswanger Globalisierung und Landwirtschaft. Mehr Wohlstand durch weniger Freihandel Wiener Vorlesungen
Edition Gesellschaftskritik, Band 4 64 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-85452-583-7 9,90 Euro inkl. MWSt.
Ein Plädoyer gegen das Dogma des ungebremsten Freihandels
Der Wirtschaftswissenschaftler und Bestsellerautor Mathias Binswanger räumt mit einem der Mythen der Handelslehre auf – dass nämlich Freihandel immer den Wohlstand
vergrößert, während Handelsbarrieren ihn mindern.
Tatsächlich führt Freihandel bei landwirtschaftlichen Produkten
zu vielen Verlierern und nur wenigen Gewinnern. Verlierer sind die meisten Bauern sowohl in den Industrieals
auch in den Entwicklungsländern, während sich einige Großbauern und ein paar internationale Konzerne zu den
Gewinnern zählen dürfen. In den ärmsten Entwicklungsländern machen die Kleinbauern auf der Verliererseite
zudem die Mehrheit der Bevölkerung aus. Deshalb sind gerade diese Länder am stärksten von den negativen Folgen
des Freihandels betroffen, obwohl sie gemäß Theorie am meisten profitieren sollten.
Die politischen Schlussfolgerungen liegen für Binswanger auf der Hand: Landwirtschaftliche Produkte sollen von
Freihandelsabkommen ausgenommen werden. Zölle und Handelsbeschränkungen zum Schutz der Landwirtschaft hingegen sind grundsätzlich gerechtfertigt, da der Freihandel in den meisten Ländern weder Wohlstand noch Lebensqualität erhöht.
»Ein intelligentes Büchlein, das verständlich und knapp jenen Argumentationshilfen bietet, die ihr entwicklungspolitisches Engagement nicht in Gegensatz zu den Interessen heimischer Bauern bringen lassen wollen.« welt-sicht