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Andreas Wenderoth
Nicht jeder Puff hat Pfeffer und Salz. Berliner Szenen


166 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85452-745-9
14,90 Euro inkl. MWSt.



Reportagen vom anderen Berlin, dem der so genannten kleinen Leute.

Nicht für die Politiker, Prominenten und Partygänger, nicht für Berlin als »pulsierende Metropole« und »Weltstadt im Umbruch« interessiert sich Andreas Wenderoth. Den Mittelpunkt seiner »Berliner Szenen« bilden die so genannten kleinen Leute, die, die nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen: Gestrauchelte sind darunter, die versuchen wieder hochzukommen, Gescheiterte manchmal, Einsame oft – und Menschen mit Leidenschaften und Sehnsüchten. Mit ihnen spricht Andreas Wenderoth, ihnen gelten sein Interesse und seine Sympathie. Seine Porträts sind unmittelbar und authentisch, und doch wahrt der Reporter die nötige Distanz und gerät niemals in Versuchung, die Porträtierten bloßzustellen. Der Frührentner, der seine Tage damit verbringt, aus dem Fenster zu sehen; der Polizist, der den Berufsstress, wann immer er kann, gegen seine Schrebergartenidylle eintauscht; die Männer vom Motorsportclub »Hans Grade«, die sich jeden Mittwoch treffen und gemeinsam Modellflugzeuge basteln; »Mutti«, die allnächtlich durch die Berliner Bordelle tourt und dort ihre »Kinderchen« mit belegten Brötchen versorgt; der Goldschmied, der eigentlich ein Zauberkünstler ist; der Erfinder des Knallgasmotors, der vergeblich auf Angebote der Autoindustrie wartet; der ehemalige DDR-Kulturattaché, der nach der Wende eine Würstchenbude betrieb, oder Ricardo, der leidenschaftliche U-Bahnfahrer – sie alle erzählen von kleinen Weis- und Wahrheiten und sehr viel von Berlin.


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