Aus dem Niederländischen von Martina ten Hertog-Vogt
315 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85452-457-1 18,90 Euro inkl. MWSt. Restexemplare
Ein virtuos-spannendes Verwirrspiel im Kulturmilieu.
Der Schriftsteller Otto Vallei steckt in einer künstlerischen Krise. Da veröffentlicht sein erfolgreicherer Konkurrent Ed Waterland einen Roman, der von einem Autor erzählt, der nicht nur unter einer Schreibhemmung leidet, sondern für dieses Problem auch dieselbe Lösung gefunden hat wie Vallei: Er arbeitet als Radiomoderator in einer Kultursendung. Otto meint in der Hauptfigur sich selbst wieder zu erkennen, beschuldigt Waterland des Plagiats und verdächtigt zuerst die eigene Frau, dann seinen (Ex-)Verleger, Ideen und Details aus seinem Leben weitergegeben zu haben. »Kunstlicht« beginnt beinahe unschuldig, als eine unbeschwerte Satire auf den Literatur- und Medienbetrieb. Zunehmend schleicht sich aber Unsicherheit über die Identität des Erzählers ein. Wessen Geschichte lesen wir eigentlich? Wirklich die von Otto Vallei? Waterlands? Wer hat wen mit dieser sagenhaften Paranoia angesteckt? Gibt es einen Dritten? Schon bald befinden wir uns alle – Erzähler, Protagonisten, Leser – in einem literarischen Spiegelkabinett. Zwagerman erzählt nicht nur von einem »writer’s block« und von der Verantwortung des Schreibenden für seine Objekte, sondern zeigt auch die prekären Übergänge zwischen Realität und künstlerischer Fiktion auf. Schreibhemmung? Kann man von Zwagerman nun wirklich nicht behaupten …