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Jakov Lind
Selbstporträt


Aus dem Englischen von Günther Danehl und Jakov Lind
Österreichische Exilbibliothek
197 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85452-404-5
18,90 Euro inkl. MWSt. Restexemplare



Der erste Teil von Jakov Linds hinreißender Autobiografie.

Der erste Band von Jakov Linds autobiografischer Trilogie, der sich »streckenweise wie ein Schelmenroman liest« (Marcel Reich-Ranicki), setzt mit dem Bericht über die Kindheit im Wien der Zwischenkriegszeit ein, die von Armut und den Demütigungen des alltäglichen Antisemitismus durch Nachbarn und Mitschüler geprägt ist. Nach dem »Anschluss« Österreichs an das Deutsche Reich fliehen Linds Eltern nach Palästina, während er selbst, als erst Elfjähriger, nach Holland geschickt wird, wo er dem Schutz des Komitees für jüdische Flüchtlinge anvertraut wird. Als 1940 die Deutschen einmarschieren, beginnt das »aufregende Abenteuer«. Von nun an ergreift der Dreizehnjährige selbst die Initiative für sein weiteres Schicksal. Mit gefälschten Papieren auf den Namen Jan Gerrit Overbeek geht er nun furchtlos durchs Leben, heuert sogar auf einem Lastkahn an, der ihn direkt nach Deutschland bringt, wo er das sprichwörtliche Leben der Matrosen führt. Diesem Leben angemessen ist eine Ansteckung mit Tripper, die ihn die letzten Kriegswochen geschützt in Krankenhäusern verbringen lässt, bis ihn ein geheimnisvoller deutscher Offizier für ein Forschungsprojekt engagiert.
Jakov Lind erzählt all dies nicht aus der Perspektive des leidenden Opfers oder eines nüchternen Chronisten, sondern aus der eines scheinbar gut gelaunten und fast unbekümmerten Schelms – freilich eines Schelms, der mit seiner Heimat seine Sprache und seine Unschuld verloren hat.


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