Inken Herzig Fachwerk, Sterne-Koch und Storchenvater Elsässer Sinnenfreuden
132 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85452-774-9 14,90 Euro inkl. MWSt.
Das Elsass – eine französisch-deutsche Melange kulinarischer Genüsse.
Provinz ist dort, wo Nachrichten nicht gedruckt, sondern erzählt werden. Obgleich Strasbourg das Europaparlament beherbergt und Colmar als tourismusfördernde Puppenstube des Elsass gilt, ist der Landstrich im französisch-deutschen Grenzgebiet mit seinen Fachwerkhäusern, den Geranien und dem Duft von Wein entlang der traditionellen Route des Vins d’Alsace, der elsässischen Weinstraße, überschaubar geblieben. Man kennt einander und spricht mit- und übereinander.
So unterhält sich auch Inken Herzig, zum Beispiel mit Alfred Schierer, der sich seit vielen Jahren erfolgreich für die Wiederkehr der Störche, des Elsässer Wappentiers, einsetzt. Ein anderer erzählt ihr, wie er mit seinem pikant-lasziven Varieté jährlich eine halbe Million Besucher in ein verschlafenes Dörfchen lockt.
In ihren Exkursionen zur elsässischen Lebenskunst und ihren Meistern trifft Inken Herzig auf Hexen und Gespenster, Sterne-Köche und Theatermacher, Baumeister und Kunstdiebe. Sie besucht einen der letzten Orgelbauer Frankreichs, der ein ganzes Jahr investiert, um den exakten Ton zu treffen, oder den Erfinder der Sauerkrautstraße, der Kohlköpfe ins touristische Rampenlicht setzt.
Wie ein roter Faden durchziehen die enge Verbindung zu Vergangenem und die Betonung des Regionalen, Unverfälschten, schlichtweg des Elsässischen Herzigs Geschichten – egal ob im süßen Reich der Konfitürenkönigin oder auf einer der letzten Fermes Auberges, den alten Bergbauernhöfen in den Vogesen.