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© 2011. PICUS VERLAG
IMPRESSUM 
Ivan Ivanji
Schattenspringen
Roman

240 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85452-642-1
15,00 Euro inkl. MWSt.



Ivan Ivanjis beeindruckender Roman als Sonderausgabe zum 80. Geburtstag

»Der Kleine vergaß die Begegnung mit den Fahrzeugen, die für andere den Tod brachten, ihm jedoch Dinner- und Breakfast-Pakete zuwarfen. Er musste seine Gangart so verändern, dass er keinen Schatten berührte.«
Sechzehn Jahre ist »der Kleine« alt, der sich nach der Befreiung aus dem Konzentrationslager Buchenwald auf den Weg zurück in das heimatliche Jugoslawien macht.
Der eben erst freigekommene Held in Ivan Ivanjis eindrucksvollem Roman steht zwischen der seinem Alter entsprechenden Unbekümmertheit, den sentimentalen Erinnerungen an die Kindheit und einem tiefen Wissen vom Leben und der Welt, den Erfahrungen der Verfolgung. Lebens- und Erlebnishunger sind sein Antrieb bei der Wiederentdeckung der Welt, die physisch wie psychisch, materiell wie moralisch eine Trümmerwelt ist und in der »der Kleine« sich behaupten, sich seinen eigenen Weg ohne taugliche Vorbilder schaffen muss.
Mit gehöriger Skepsis vor der Verlässlichkeit der eigenen Erinnerung beschreibt Ivanji klar und unsentimental die Rückkehr seines Helden, der keine Hoffnung auf Wiederbegegnungen hat. Auch der idealisierte Vater, der bis dahin immer Wort gehalten hat, wird diesmal sein Versprechen, sicher wiederzukommen, gebrochen haben.

Ivan Ivanji, 1929 im Banat geboren, war unter anderem Journalist, Diplomat und Dolmetscher Titos. Romane, Essays, Erzählungen und Hörspiele. Er lebt als freier Schriftsteller und Übersetzer in Wien und Belgrad. Im Picus Verlag erschienen zahlreiche Romane, darunter »Barbarossas Jude«, »Das Kinderfräulein«, »Der Aschenmensch von Buchenwald«, »Die Tänzerin und der Krieg« und zuletzt »Geister aus einer kleinen Stadt« (2008).



»›Schattenspringen‹ entfaltet sich zu einem Nachkriegspanorama, dessen Tragik gerade in seiner Zufälligkeit liegt – mit fast parabelhaftem Ende: Der Bub kehrt in seinen Heimatort zurück, aber dort wartet niemand auf ihn.« Falter


»Hier beschreibt der Autor sehr eindrucksvoll das alltägliche Leben in diesem kurzen Zeitraum, wie man es sehr selten zu lesen bekommt.« Disput


»Eine tragende Erinnerungen episodenreich einbindende, fesselnde Darstellung der Stunde Null, gesehen mit den Augen eines Jugendlichen, der sie als Neuanfang erfährt. Einprägsam und breit zu empfehlen.« ekz-Informationsdienst


»Für den Leser ein trauriges, ergreifendes Dokument. (…) Ein hervorragendes Buch.« Buchprofile





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