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Klaus Hart
Unter dem Zuckerhut. Brasilianische Abgründe


167 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85452-738-1
14,90 Euro inkl. MWSt.



Abgründige Reportagen aus einem Land voller Widersprüche - Brasilien.

Der Karneval von Rio, feurige Sambas und der Traumstrand der Copacabana prägen die Vorstellungen, die man sich allgemein von Brasilien macht. Es sind Klischees, die sich zuckerhuthoch rund um das südamerikanische Land türmen, Klaus Hart freilich nicht interessieren. Der Journalist, der zwölf Jahre in Rio de Janeiro lebte, war hautnah dran, am Alltag in Brasilien: dem unbekannten, exotischen und oft erschreckenden. Hart berichtet vom brutalen Alltag der Straßenkinder in den Slums, vom Goldrausch in Amazonien, wo in den Schürfercamps, die befremdliche Namen wie »Schönheitssalon« oder »Malaria« tragen, ohne Rücksicht auf den Lebensraum der Indios nach dem schnellen Reichtum gegraben; vom fast aussichtslosen Kampf der Umweltsheriffs und der Akkulturation der letzten Indios; von den Nazis in Rio, für die »Hitler« und »Mussolini« beliebte Vornamen sind und von der kleinen jüdischen Gemeinde Brasiliens; vom organisierten Verbrechen in den Slums der großen Städte, in denen neofeudale Strukturen herrschen; vom »Kulturgut« Stundenhotel, das in Brasilien so gar nichts Halbseidenes an sich hat, oder von der Flucht vieler Brasilianer vor dem Alltag in die Academia de Dança – wo charismatische, charmante Sambalehrer in die Rolle von Seelentröstern schlüpfen und durchaus zu nationalen Idolen werden können.


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