Jüdisches Museum der Stadt Wien (Hg.) Die Macht der Bilder
x 444 Seiten, 148 SW-Abbildungen, Leinen mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85452-275-1 29,90 Euro inkl. MWSt. Restexemplare
Im Katalgo zur großen Wiener Ausstellung im Frühsommer 1995 werden in über 40 Beiträgen die wesentlichen historischen Aspekte, die zur Entstehung und Tradierung antisemitischer Stereotype und Vorurteile führten, behandelt.
Intention der Ausstellung und des Kataloges ist es, das Zusammenspiel jener religiösen, politisch-ideologischen und sozioökonomischen Entwicklungen aufzuzeigen, die die bis heute wirksamen judenfeindlichen Zerrbilder hervorbrachten.
Antisemitismus ist kein »naturgegebenes« Phänomen, sondern er wurde in der Geschichte immer - unter Ausnutzung ökonomisch und xenophobisch motivierter Ängste - politisch instrumentalisiert.
Im Laufe der Jahrhunderte verfestigten sich judenfeindliche Stereotype in den Köpfen der Menschen, sodass sie auch ohne die Existenz realer Juden wirksam wurden (»Antisemitismus ohne Juden«).
Die Ausstellung und der Katalog sollen Denkanstöße zu Diskussionen bilden, die jahrzehntelang Tabuisierung und Verdrängung des Phänomens Antisemitismus ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rufen und zur Sensibilisierung gegenüber jeder Art von Vorurteilen beitragen.
Die Mitwirkung international renommierter Antisemitismusforscher wie Raul Hilberg, Wolfgang Benz, Robert Wistrich, Leon Poliakov und Jehuda Bauer macht diese umfangreiche Publikation zu einem Standardwerk.
Die Leitung der Ausstellung versieht Julius H. Schoeps, Direktor des Jüdischen Museums der Stadt Wien, Kuratorin ist Elisabeth Klamper, Dr. phil., Mitarbeiterin des Dokumentationsarchives des Österreichischen Widerstandes.