Die aktuelle Krise kann uns die Augen für diese Probleme öffnen. Eine Revision des kapitalistischen Weltsystems ist möglich, und es ist höchste Zeit, so Gerhard Scherhorn, auch das Finanzkapital der Sozialbindung des Privateigentums
zu unterwerfen. Darin liegt die Chance der Krise. Doch damit sie genutzt wird, ist höchste Wachsamkeit nötig. Zwar kündigt die Politik energische Konsequenzen an; aber der Glaube an die Selbstregulierung der Märkte, der
zu dem Desaster geführt hat, ist tief in machtvollen Interessen verwurzelt, und so besteht die Gefahr, dass es beim
Kurieren von Symptomen bleibt.
»Es ist ein Verdienst der Stadt Wien und ihrer Veranstaltungsreihe ›Vorlesungen im Rathaus‹, den Autor zu diesem Vortrag im Jahr 2007 veranlasst zu haben, und es spricht für den Autor, dass einige Ergänzungen und weiterführende Literaturhinweise genügten, um daraus eine im Jahr 2009 hochaktuelle Publikation zu machen.« Zeitschrift für Ökonomie