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Charlotte Zwiauer, Harald Eichelberger (Hg.)
Das Kind ist entdeckt
Erziehungsexperimente im Wien der Zwischenkriegszeit

320 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-85452-443-4
21,90 Euro inkl. MWSt. Restexemplare



Ein Band zu Modellen und Experimenten der Pädagogik der Zwischenkriegszeit.

»Sie ist Pädagogin und hat doch Kinder gerne« – so wurde Maria Montessori von Eugenie Schwarzwald charakterisiert, und diese Definition trifft auf all jene Erzieher und Lehrer zu, deren pädagogische Modelle in diesem Band vorgestellt werden. Erstmals wird hier jene »Erziehung vom Kinde aus«, die im Wien der Zwischenkriegszeit eine besondere Ausprägung fand, von Autorinnen und Autoren, die selbst mit pädagogischer Forschung und Praxis befasst sind, sowohl aus dem historischen Kontext heraus analysiert wie vom heutigen Standpunkt aus diskutiert. Es sind dies jene rund um die schulreformerischen Bemühungen des »Roten Wien« entstandenen reformpädagogischen Erziehungsexperimente, die im Zusammenhang mit der Wiener Moderne und ihrer antimetaphysischen, empiristischen Grundausrichtung standen. Individualpsychologie, Psychoanalyse und universitäre Psychologie um Karl und Charlotte Bühler bildeten den Bezugsrahmen für die jungen Pädagoginnen und Pädagogen, von denen diese praktischen Versuche einer neuen Erziehung ihren Ausgang nahmen. Es waren dies die von Anna Freud und ihren Freundinnen ins Leben gerufene Burlingham-Rosenfeld-Schule, die Montessori-Kindergärten und -Schulen in ihrer spezifischen Wiener Weiterentwicklung, August Aichhorns psychoanalytisch orientierte Heimerziehung sowie individualpsychologische Erziehungsberatung und Schulpädagogik, wie sie in der Versuchsschule von Oskar Spiel praktiziert wurde. Im Kontext der Wiener Moderne steht auch das Schulreformwerk Eugenie Schwarzwald.


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