Abisch Meisels Von Sechistow bis Amerika. Fun ssechisstow bis amerika Eine jüdische revue in 15 Bildern
Aus dem Jiddischen übersetzt von Brigitte Dalinger und Thomas Soxberger
198 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85452-438-0 19,90 Euro inkl. MWSt. Restexemplare
Eine wiederentdeckte Rarität aus dem jüdischen Wien der zwanziger Jahre.
Im Jüdischen Künstlerkabarett im zweiten Wiener Gemeindebezirk wurde im Jahr 1927 eine herausragende Neuheit dargeboten: die jiddische Revue »Von Sechistow bis Amerika«, verfasst vom Journalisten und Hausautor Abisch Meisels.
Eine galizisch-jüdische Familie verlässt ihr Städtel, um in Amerika eine Erbschaft anzutreten. Die Familie reist über Wien, was dem Autor Gelegenheit bietet, lokale Verhältnisse ironisch und kritisch darzustellen, und dieser Wienaufenthalt der Galizianer nimmt auch den größten Teil des Textes ein. »Von Sechistow bis Amerika« schließt mit der Testamentseröffnung in Amerika – die Erbschaft erweist sich als sehr bescheiden, der weite Weg und die Aufgabe des Heims in Sechistow waren vergeblich.
Meisels’ Revue ist in vielfacher Hinsicht außergewöhnlich: Sie ist eines der wenigen erhaltenen jiddischen Bühnenstücke, die in Wien geschrieben und erfolgreich aufgeführt wurden und sie ist die Auseinandersetzung eines aus Galizien eingewanderten jüdischen Autors mit den Erfahrungen seines ebenfalls überwiegend aus Galizien stammenden Publikums.
Meisels’ nunmehr im jiddischen Original samt deutschsprachiger Übersetzung vorliegender Text bietet Einblick in Form und soziale Funktion der jiddischen Theater in Wien vor 1938 – vor allem aber ist er auch heute noch vergnüglich zu lesen.