Brüssel zartherb

Fünfzig europäische Expeditionen

ISBN: 978-3-85452-660-5
256 Seiten, gebunden

22,00 inkl. MwSt.


Mehr als fünfzigtausend Menschen feilen in Brüssel an Regeln für fünfhundert Millionen. Beamte, Lobbyisten, Repräsentanten, Assistenten, Politiker, Praktikanten. Sie handeln siebzig Prozent unserer Gesetze aus, aber wir kennen ihre Gesichter nicht.
Wenn sich nun einer diese Leute ansähe? Wenn einer durch Brüssel flanierte, durch Hintertüren spazierte, die Feen und Heinzelmännchen der Europablase studierte? Wenn einer ihre Stile, Affären und Ausdrucksformen beobachtete, neue europäische Einheitszüge ausmachte und verbliebene nationale Intimpartien beschriebe?
Martin Leidenfrost hat das getan. Er zog ein Jahr lang durch die europäische Hauptstadt, nomadisierte durch fünfundzwanzig verschiedene Schlafstätten, schrieb fünfzig persönliche – zärtliche, befremdete, bösartige – Porträts.
Wenn er die Eurokraten nicht erträgt, dann flieht er. Er geht zu einem albanischen Dealer, taucht in der afrikanischen Nachbarschaft unter, folgt der Spur der Brüsseler Schaufenster-Huren bis an ihren bulgarischen Heimatort. Immer wieder kämpft er sich in die Europablase zurück. Er tändelt, er freundet sich mit einem unglücklichen polnischen Eurokraten an, ergründet das Erfolgsgeheimnis der Homosexuellen-Lobby und entdeckt in einem Tabaklobbyisten den glücklichsten Menschen der Welt. Am Ende kann er bestätigen: Eurokraten sind langweilig. Leidenfrosts Reportagen aber keineswegs.

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Mehr als fünfzigtausend Menschen feilen in Brüssel an Regeln für fünfhundert Millionen. Beamte, Lobbyisten, Repräsentanten, Assistenten, Politiker, Praktikanten. Sie handeln siebzig Prozent unserer Gesetze aus, aber wir kennen ihre Gesichter nicht.
Wenn sich nun einer diese Leute ansähe? Wenn einer durch Brüssel flanierte, durch Hintertüren spazierte, die Feen und Heinzelmännchen der Europablase studierte? Wenn einer ihre Stile, Affären und Ausdrucksformen beobachtete, neue europäische Einheitszüge ausmachte und verbliebene nationale Intimpartien beschriebe?
Martin Leidenfrost hat das getan. Er zog ein Jahr lang durch die europäische Hauptstadt, nomadisierte durch fünfundzwanzig verschiedene Schlafstätten, schrieb fünfzig persönliche – zärtliche, befremdete, bösartige – Porträts.
Wenn er die Eurokraten nicht erträgt, dann flieht er. Er geht zu einem albanischen Dealer, taucht in der afrikanischen Nachbarschaft unter, folgt der Spur der Brüsseler Schaufenster-Huren bis an ihren bulgarischen Heimatort. Immer wieder kämpft er sich in die Europablase zurück. Er tändelt, er freundet sich mit einem unglücklichen polnischen Eurokraten an, ergründet das Erfolgsgeheimnis der Homosexuellen-Lobby und entdeckt in einem Tabaklobbyisten den glücklichsten Menschen der Welt. Am Ende kann er bestätigen: Eurokraten sind langweilig. Leidenfrosts Reportagen aber keineswegs.

»Unterhaltsam, kurzweilig, aufschlussreich.«
The Gap

»Martin Leidenfrosts geniale (...) Serie mit Berichten aus dem ›Eurokratental‹ ist das Beste, was man über die EU in den letzten Jahren lesen konnte.«
Kurt Krickler, LAMBDA-Nachrichten

»Weil er ein begnadeter Schreiber ist und sein Experiment mit Haut und Haar betreibt, sind seine Brüssel-Miniaturen nicht nur klug und verblüffend, sondern auch ziemlich lustig.«
NDR info

»Lebendig, unprätentiös, unterhaltsam.«
Die Zeit