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Der Aschenmensch von Buchenwald

Roman

ISBN: 978-3-85452-429-8
155 Seiten, gebunden

22,00 inkl. MwSt.

Bei Renovierungsarbeiten im Krematorium der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald macht ein Dachdecker im August 1997 einen ungeheuerlichen Fund: 700 Urnen mit der Asche von namenlosen Häftlingen. Erste Ratlosigkeit mündet in dem Beschluss, die Asche der Toten, fünfzig Jahre nach deren Ermordung, in einem Gemeinschaftsgrab beizusetzen. Basierend auf dieser Begebenheit lässt Ivan Ivanji, selbst einst Häftling des KZ Buchenwald, aus den Genen der anonymen Verstorbenen eine neue Gestalt von mythischer Wucht erstehen: den Aschenmenschen von Buchenwald. In ihm verbinden sich dereinst hingerichtete Bibelforscher und Kommunisten, christliche Priester und Juden, Zigeuner und Berufsverbrecher und eine italienische Prinzessin – aber auch ein Lakai Goethes und ein junger Deutscher aus dem russischen Sonderlager zu einem wolkenförmigen Wesen, das hinabsteigt vom Ettersberg nach Weimar. Sind die im Aschenmenschen versammelten Individuen Erinnyen, rachesuchende Seelen Ermordeter? In einem Stimmenkonzert der Toten lässt Ivanji sie zu Wort kommen, ihre Geschichten erzählen, nach Gemeinsamkeiten und Erklärungen suchen. »Seine Absichten hat der Aschenmensch noch nicht formuliert. Weder in Worten noch im lautlosen Plan. Das Wesen, allerdings, das da entstanden ist, beginnt, sein Unwesen zu treiben.«

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Bei Renovierungsarbeiten im Krematorium der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald macht ein Dachdecker im August 1997 einen ungeheuerlichen Fund: 700 Urnen mit der Asche von namenlosen Häftlingen. Erste Ratlosigkeit mündet in dem Beschluss, die Asche der Toten, fünfzig Jahre nach deren Ermordung, in einem Gemeinschaftsgrab beizusetzen. Basierend auf dieser Begebenheit lässt Ivan Ivanji, selbst einst Häftling des KZ Buchenwald, aus den Genen der anonymen Verstorbenen eine neue Gestalt von mythischer Wucht erstehen: den Aschenmenschen von Buchenwald. In ihm verbinden sich dereinst hingerichtete Bibelforscher und Kommunisten, christliche Priester und Juden, Zigeuner und Berufsverbrecher und eine italienische Prinzessin – aber auch ein Lakai Goethes und ein junger Deutscher aus dem russischen Sonderlager zu einem wolkenförmigen Wesen, das hinabsteigt vom Ettersberg nach Weimar. Sind die im Aschenmenschen versammelten Individuen Erinnyen, rachesuchende Seelen Ermordeter? In einem Stimmenkonzert der Toten lässt Ivanji sie zu Wort kommen, ihre Geschichten erzählen, nach Gemeinsamkeiten und Erklärungen suchen. »Seine Absichten hat der Aschenmensch noch nicht formuliert. Weder in Worten noch im lautlosen Plan. Das Wesen, allerdings, das da entstanden ist, beginnt, sein Unwesen zu treiben.«

»Die surreale Erscheinung des Aschenmenschen durchdringt die Realität der von ihr überraschten Lebenden.«
Bücherschau

»Ivanjis erzählerisches Talent, seine Fähigkeit, Figuren glaubhafte Konturen zu verleihen und Fakten mit fiktiven Situationen zu verquicken, erinnert an Autoren wie Imre Kértez und Aleksandar Tišma (…)«
Der Tagesspiegel

»Ein Buch, das in jede Bibliothek gehört.«
ORF