Geschiedene Eltern, verstörte Kinder – oder ein neues Familienleben?

ISBN: 978-3-85452-559-2
107 Seiten, gebunden
Reihe: Edition Gesellschaftskritik , Band 8

10,00 inkl. MwSt.

Seit der Zeit der Romantik wird die christliche Liebe der Ehegatten mit dem Anspruch der romantischen Liebe belegt und oft überfrachtet. Ihr Verlust in der Ehe ist Thema der Alltagsdiskurse, der Literatur, des Theaters und auch der Sozial- und Kulturwissenschaften. Mit dem Scheidungsboom der letzten Jahrzehnte gewann die Frage der (Un-)Vereinbarkeit von Ehe und romantischer Liebe an Dringlichkeit – vor allem für Ehepaare mit Kindern, ist hier doch mit der Trennung des Paares auch das Recht der Kinder auf beide Eltern gefährdet. Reinhard Sieder untersucht, wie sich die Trennung der Eltern auf die Eltern-Kind-Beziehungen und die Kinder selbst auswirkt. Gibt es eine zweite Chance auf ein neues und anderes Familienleben? Die Antwort ist ja, aber nicht ohne erhebliche Anforderungen. Pendeln Kinder und Jugendliche zwischen zwei und mehr Haushalten hin und her, entstehen multilokale Familiensysteme. Sind die Eltern und ihre neuen Partner flexibel und lernfähig, intensiviert sich die Eltern-Kind-Beziehung sogar. Werden hingegen Handlungsmuster aus vorherigen Familien unerkannt wiederholt, zeichnet sich ein nächstes Scheitern ab.

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Seit der Zeit der Romantik wird die christliche Liebe der Ehegatten mit dem Anspruch der romantischen Liebe belegt und oft überfrachtet. Ihr Verlust in der Ehe ist Thema der Alltagsdiskurse, der Literatur, des Theaters und auch der Sozial- und Kulturwissenschaften. Mit dem Scheidungsboom der letzten Jahrzehnte gewann die Frage der (Un-)Vereinbarkeit von Ehe und romantischer Liebe an Dringlichkeit – vor allem für Ehepaare mit Kindern, ist hier doch mit der Trennung des Paares auch das Recht der Kinder auf beide Eltern gefährdet. Reinhard Sieder untersucht, wie sich die Trennung der Eltern auf die Eltern-Kind-Beziehungen und die Kinder selbst auswirkt. Gibt es eine zweite Chance auf ein neues und anderes Familienleben? Die Antwort ist ja, aber nicht ohne erhebliche Anforderungen. Pendeln Kinder und Jugendliche zwischen zwei und mehr Haushalten hin und her, entstehen multilokale Familiensysteme. Sind die Eltern und ihre neuen Partner flexibel und lernfähig, intensiviert sich die Eltern-Kind-Beziehung sogar. Werden hingegen Handlungsmuster aus vorherigen Familien unerkannt wiederholt, zeichnet sich ein nächstes Scheitern ab.