Von Anfang an Rebellin

Erinnerungen

ISBN: 978-3-85452-680-3
262 Seiten, gebunden

24,00 inkl. MwSt.


Warten, bis die Häscher kommen, oder untertauchen und Widerstand leisten? Diese Frage stellte sich auch Renée Wiener, als sie mit ihrer Familie in Südfrankreich in die Falle der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik geraten war. »Man konnte nicht lange überlegen«, alles musste sehr schnell gehen. Sie war noch keine zwanzig Jahre alt, jüdisch-orthodox und schloss sich dem zionistischen Widerstand an. Renée Wiener war unter anderem an Aktionen gegen Denunzianten beteiligt, transportierte Waffen und versuchte, Kinder von bedrohten Familien in Sicherheit zu bringen. Dafür erhielt sie 2010 den höchsten Verdienstorden Frankreichs.

Die Lebensgeschichte von Renée Wiener eröffnet einen faszinierenden Einblick in ein ereignisreiches Leben, das innerhalb einer jüdisch-orthodoxen Familie in Wien begann. Sie erzählt ausführlich über die Fluchtjahre in Belgien und Frankreich und über die Entwicklung in ihrer religiösen und politischen Orientierung. Obwohl sie für eine zionistische Widerstandsgruppe gekämpft hatte, entschied sie sich gegen eine Auswanderung nach Palästina.

Ihre Widerstandskraft begleitete sie ein Leben lang, so auch in ihrer Arbeit als Sozialarbeiterin für Drogenabhängige in New York. Die Biografie erschließt das reiche Leben einer starken, unabhängigen Frau, die Zeit ihres Lebens für Verfolgte, Minderheiten und Benachteiligte eintrat.

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Warten, bis die Häscher kommen, oder untertauchen und Widerstand leisten? Diese Frage stellte sich auch Renée Wiener, als sie mit ihrer Familie in Südfrankreich in die Falle der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik geraten war. »Man konnte nicht lange überlegen«, alles musste sehr schnell gehen. Sie war noch keine zwanzig Jahre alt, jüdisch-orthodox und schloss sich dem zionistischen Widerstand an. Renée Wiener war unter anderem an Aktionen gegen Denunzianten beteiligt, transportierte Waffen und versuchte, Kinder von bedrohten Familien in Sicherheit zu bringen. Dafür erhielt sie 2010 den höchsten Verdienstorden Frankreichs.

Die Lebensgeschichte von Renée Wiener eröffnet einen faszinierenden Einblick in ein ereignisreiches Leben, das innerhalb einer jüdisch-orthodoxen Familie in Wien begann. Sie erzählt ausführlich über die Fluchtjahre in Belgien und Frankreich und über die Entwicklung in ihrer religiösen und politischen Orientierung. Obwohl sie für eine zionistische Widerstandsgruppe gekämpft hatte, entschied sie sich gegen eine Auswanderung nach Palästina.

Ihre Widerstandskraft begleitete sie ein Leben lang, so auch in ihrer Arbeit als Sozialarbeiterin für Drogenabhängige in New York. Die Biografie erschließt das reiche Leben einer starken, unabhängigen Frau, die Zeit ihres Lebens für Verfolgte, Minderheiten und Benachteiligte eintrat.

»Wiener erzählt sehr lebendig und ausführlich von ihrer Kindheit, dem Familienleben in Wien, dem Flüchtlingsalltag, dem Engagement im Widerstand und dem Neubeginn in Amerika, immer wieder das Erlebte reflektierend. Das Buch beruht auf Interviews, geführt und bearbeitet von den Herausgebern, ergänzt durch ein Glossar. Ein wichtiges Zeitdokument und eine spannende Lebens- und Emanzipationsgeschichte.«
ekz.bibliotheksservice

»Warum klingt alles so gegenwärtig, was Wiener mitteilt? Vielleicht deshalb, weil sie dem Privatleben mindestens ebenso Interesse schenkt wie dem gesellschaftlichen und damit gut in unsere Zeit passt. Weil sie einerseits zwar stark von ihrer bürgerlichen Herkunft – und der Neigung, dem Gefühlsleben besondere Beachtung zu schenken – geprägt ist, andererseits keine Klassendünkel kennt. Weil sie Freude daran hat, das Erlebte zu deuten, sich ihr eigenes Verhalten und das Verhalten anderer zu erklären. Weil sie freimütig ist und frei vom Ehrgeiz, ein bestimmtes Bild von sich zu entwerfen. Hinreichend viele Gründe, um dieser „Rebellion von Anfang an“ aufmerksam zuzuhören.«
Die Presse