Jürgen Renn

Boltzmann und das Ende des mechanistischen Weltbildes

Einband gebunden
Umfang 64 Seiten
Format 11,5 x 21,0
ISBN 978-3-85452-530-1
Ersch.Datum Juni 2007
12,00 inkl. MwSt.

Der Wissenschaftshistoriker und Physiker Jürgen Renn untersucht die Rolle des österreichischen Physikers und Philosophen Ludwig Boltzmann (1844–1906) bei der Entwicklung der modernen Physik. Boltzmann war einer der letzen Vertreter des mechanistischen Weltbildes und stand somit am Ende eines Zeitalters. Renn porträtiert den Wissenschaftler aber als einen Pionier der modernen Physik, dessen Beschäftigung mit den inneren Spannungen der klassischen Physik ihn visionär zukünftige Fragestellungen aufgreifen ließ.
So befasste sich Boltzmann etwa mit den Grenzproblemen zwischen Mechanik und Thermodynamik, die ihn zur Entwicklung immer raffinierterer Instrumente der statistischen Physik antrieb, die schließlich zu Schlüsselinstrumenten der modernen Physik wurden. Boltzmanns Werk steht somit am Übergang vom mechanistischen Weltbild zur Relativitäts- und Quantentheorie. Der Aussage des viel bekannteren Physikers Albert Einstein, dass Fantasie wichtiger sei als Wissen, hält Jürgen Renn im Hinblick auf Leben und Werk Ludwig Boltzmanns die Relevanz von jahrelanger Arbeit und Ausdauer entgegen, die Geistesblitze überhaupt erst ermöglichen.