Der Fallstrick

Roman

ISBN: 978-3-85452-614-8
198 Seiten, gebunden

22,00 inkl. MwSt.

Im Sommer 1940, nach dem deutsch-französischen Waffenstillstandsabkommen, war der südliche, noch unbesetzte Teil Frankreichs Zwischenstation für die europäische Intelligenz auf der Flucht vor dem Nationalsozialismus. Die meisten waren ohne gültige Papiere, viele staatenlos. Das ‚unholde Frankreich‘ (Lion Feuchtwanger) gewährte den aus dem kriegsgeschüttelten Europa hier Gestrandeten nur widerwillig Asyl, ihr Alltag war geprägt vom ‚Papierkrieg‘ – dem Kampf um legale Dokumente, aber auch um falsche Pässe, falsche Stempel, falsche Biografien, die ein neues Leben ermöglichen sollten.
In einem dieser Grenzorte in den französischen Pyrenäen landet 1940 eine Dreiergruppe: Max, der Zweifler, Dollek, der Draufgänger, und der Ich-Erzähler, alle drei jung und ungeachtet dessen, was sie hinter sich haben, voll Neugier auf das Leben, auf die Liebe, unverzagt, manchmal beinahe sorglos.
Leon Kane erzählt nicht von den grossen Läufen der Geschichte, sondern vom Alltag der Flüchtlinge im Hexenkessel Südfrankreich, von einem Leben in Provisorien. Davon, wie man ohne Lebensmittelzuteilung satt wird; wie man unsichtbar bleibt; wie man zu Informationen kommt; wie man arbeitet. Die drei Freunde lernen, wie man als Illegaler, Unerwünschter mit der quälend unbegrenzten Zeit umgeht, mit Flanieren, Geschichtenerzählen, Radiohören, Politisieren und Gesprächen über eine neue Zukunft.
Leon Kanes 1946 verfasster und nun zum ersten Mal publizierter Roman ist erkennbar autobiografisch und dennoch kein Erinnerungsbuch. Er hat erzählerischen Schwung, Witz und eine leichte Ironie, signalisiert Empathie für seine Protagonisten und bleibt spannend bis zum Schluss, wo sich die Frage stellt, ob die Flucht über die Pyrenäen gelingen wird.
Zwischen Angst und Lebenshunger – drei junge Männer im Wartesaal des Exils

Nicht mehr lieferbar
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Im Sommer 1940, nach dem deutsch-französischen Waffenstillstandsabkommen, war der südliche, noch unbesetzte Teil Frankreichs Zwischenstation für die europäische Intelligenz auf der Flucht vor dem Nationalsozialismus. Die meisten waren ohne gültige Papiere, viele staatenlos. Das ‚unholde Frankreich‘ (Lion Feuchtwanger) gewährte den aus dem kriegsgeschüttelten Europa hier Gestrandeten nur widerwillig Asyl, ihr Alltag war geprägt vom ‚Papierkrieg‘ – dem Kampf um legale Dokumente, aber auch um falsche Pässe, falsche Stempel, falsche Biografien, die ein neues Leben ermöglichen sollten.
In einem dieser Grenzorte in den französischen Pyrenäen landet 1940 eine Dreiergruppe: Max, der Zweifler, Dollek, der Draufgänger, und der Ich-Erzähler, alle drei jung und ungeachtet dessen, was sie hinter sich haben, voll Neugier auf das Leben, auf die Liebe, unverzagt, manchmal beinahe sorglos.
Leon Kane erzählt nicht von den grossen Läufen der Geschichte, sondern vom Alltag der Flüchtlinge im Hexenkessel Südfrankreich, von einem Leben in Provisorien. Davon, wie man ohne Lebensmittelzuteilung satt wird; wie man unsichtbar bleibt; wie man zu Informationen kommt; wie man arbeitet. Die drei Freunde lernen, wie man als Illegaler, Unerwünschter mit der quälend unbegrenzten Zeit umgeht, mit Flanieren, Geschichtenerzählen, Radiohören, Politisieren und Gesprächen über eine neue Zukunft.
Leon Kanes 1946 verfasster und nun zum ersten Mal publizierter Roman ist erkennbar autobiografisch und dennoch kein Erinnerungsbuch. Er hat erzählerischen Schwung, Witz und eine leichte Ironie, signalisiert Empathie für seine Protagonisten und bleibt spannend bis zum Schluss, wo sich die Frage stellt, ob die Flucht über die Pyrenäen gelingen wird.
Zwischen Angst und Lebenshunger – drei junge Männer im Wartesaal des Exils

»Der Fallstrick von Leon Kane gehört in die Reihe der interessantesten Romane des deutschsprachigen Exils.«
Die Furche

»Der Fallstrick ist ein Erinnerungsbuch. Auch. Er ist aber so gut in der autobiografischen Ich-Form erzählt, ruhig fließend und spannend, dass er bei den großen Exil-Romanen eingereiht werden muss.«
Kurier