Preisverleihung: Lore Segal erhält Theodor Kramer Preis 2018

Der 18. Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und Exil wird an Lore Segal verliehen.

Begrüßung: Peter Schwarz (ESRA), Konstantin Kaiser (TKG)
Laudatio und Gespräch mit Lore Segal: Dr. Ursula Seeber
Lore Segal liest Gedichte von Theodor Kramer und Paul Stern
Andrea Eckert liest aus dem Werk Lore Segals.
Musikalische Begleitung: Sigi Finkel, Saxophon

Preisverleihung: Lore Segal erhält Theodor Kramer Preis 2018

Feierliche Preisverleihung: Der 18. Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und Exil wird an Lore Segal verliehen.

Laudatio: Dr. Karin Hanta
Lore Segal liest Gedichte von Theodor Kramer und Paul Stern.
Maria Harpner liest aus dem Werk der Preisträgerin.

Präsentation: Tessa Szyszkowitz »Echte Engländer«

Großbritannien muss sich nach dem Austritt aus der EU neu erfinden. Wird aus New Britannia einfach nur Little England oder ein Empire 2.0? Birgt der Brexit Chancen?

Nach dem Austritt aus der Europäischen Union wird Großbritannien sich neu positionieren müssen. Das Land könnte auf England (plus Wales) schrumpfen, sollten Schotten und Nordiren lieber in der EU bleiben wollen. Großbritannien wird sich auf der geistigen Landkarte des 21. Jahrhunderts neu verorten müssen. England muss sich intellektuell den Fragen stellen, die dieses Jahrhundert dem einstigen Imperium aufgibt. Die Globalisierung kann als Chance verstanden werden und die koloniale Vergangenheit als Gegenstand dringend nötiger Aufarbeitung. Britannien könnte aber auch als wirtschaftliche Großmacht und politische Mittelmacht in der Vergangenheit verharren und von einem Empire 2.0 bloß träumen. Damit würde es die Chancen versäumen, die dieser kathartische Moment bringen kann.

Lesung: Amaryllis Sommerer »Lieblinge der Götter«

Amaryllis Sommerers Roman über vier junge Künstlerinnen und Künstler gleicht einer Chronik der experimentierfreudigen siebziger Jahre: Eine Generation auf der kompromisslosen Suche nach Selbstverwirklichung.

Nina, sechzehn und gierig nach Leben, Kunst und Erfahrungen jeder Art, verliebt sich in Valentin, den Paradiesvogel der Stadt. Sie sind laut, radikal, bunt und kompromisslos, ihre Liebe bodenlos und leidenschaftlich. Aber Valentin geht und kommt, verschwindet immer wieder ohne Erklärung und taucht auf, wenn er schon verloren geglaubt ist. Zum Glück sind da noch Karin und Martin, die Filmemacher, die auch nach den Sternen greifen und Nina wenigstens für eine Zeit Halt geben können – so lange, bis sie über verschlungene Wege ihr ganz eigenes Leben findet.

Präsentation: Hubert Nowak »Lesereise Wien«

Wien gilt als Stadt der Musik und immer noch glänzendes Zentrum der untergegangenen Habsburgermonarchie. Andere definieren sie als Welthauptstadt der Raunzer und Grantler, der Heurigenseligkeit und der schlampigen Gemütlichkeit. Was davon stimmt?

Mit journalistischer Akribie geht Hubert Nowak vielen Klischees nach, seziert sie und entdeckt dabei, wie sich diese Stadt mit ihrer Geschichte und ihrem Ruf arrangiert hat – und sogar gut davon lebt. Er betrachtet Wien von ganz oben und von ganz unten, vom Gerüst des immer noch nicht fertigen Stephansdomes und aus unterirdischen Grabkammern, er spannt den Bogen vom Lieben Augustin bis zum Heldenplatz, der Mätresse der Geschichte. Er besucht das beste Tonstudio der Welt und das älteste Kino, analysiert neue Tendenzen des Wienerliedes und lässt den Gaumen über das Martinigansl jubeln. Mumien erzählen vom Naheverhältnis der Wiener zum Tod, die Untiefen der Sprache entblößen die Seele. Erfolgreiche Musiker nützen den Ruf von Mozart und Strauss, Schauspieler gehen ihre eigenen Wege, eine Opernsängerin versteht Pornografie als politische Botschaft und am Naschmarkt treffen sich die Bobos auf einen Mushroom-Coffee. Wien ist eine Stadt der Lebenskünstler, der früheren und der heutigen. Noch Fragen?

Präsentation: Kirstin Breitenfellner »Das Geheimnis der Schnee-Eule«

Tiba und ihr Bruder Kai sind auf Besuch bei Onkel und Tante – in einem kleinen Dorf, das nur durch sein Friedenszentrum bekannt ist. Onkel Benno kümmert sich um Baby Tobi, während Tante Oda das Friedenszentrum leitet. Tiba und Kai finden bald Anschluss: Da ist zunächst Cousin Martin, der bulgarische Bub Kalin und Karl, der Sohn des Jägers, mit denen die beiden sich auf die Fährte des Tierpräparators Maus machen. Für Onkel Benno ist der sowieso schon verdächtig. Die Kinder beschließen, Herrn Maus in eine Falle zu locken. Denn sie sind überzeugt davon, dass der auch geschützte Schnee-Eulen ausstopft!

Ein spannender Kinderkrimi über Familie und Freundschaft, übers Anderssein und Miteinander-Auskommen – und über erste Eindrücke, die sich nicht immer bestätigen.

Präsentation: Daniela Meisel »Wovon Schwalben träumen«

Ein starkes Mädchen in den dreißiger Jahren als Inspiration für eine junge Frau von heute: Durch Blitzlichter in die Gegenwart einer Wissenschaftlerin am Scheideweg verknüpft Daniela Meisel eine bemerkenswerte Lebensgeschichte mit Fragen nach weiblichen Rollenbildern.

Freda hat als uneheliches Kind nicht nur keine Freunde, auch ihr Vater ist nur manchmal da. Der kann sich einfach nicht entscheiden, ob seine Liebe zu Freda und ihrer Mutter groß genug ist.
Es sind die dreißiger Jahre, in Fredas Klasse kommt ein Neuer: Benjamin, mit dem Freda sich anfreundet. Es keimt eine zarte erste Liebe. Doch schon bald muss Benjamins Familie sich in Sicherheit bringen und Fredas Vater beschließt, eine andere zu heiraten. Also bleibt Freda mit Mutter und Großmutter allein zurück: Benjamin verschwunden, der Vater tot, ein Krieg zieht herauf. Aber das starke Mädchen lässt sich nicht brechen.

Präsentation: Stefan Peters »Strenge Rechnung«

Stefan Peters’ neuer Krimi mit viel Wiener Lokalkolorit rund um den Sozialberater Michael Bogner führt mitten hinein in die Welt der Jobcenter und der europäischen Fördergelder – und habgieriger, kaltblütiger Unternehmer.

Von einem Tag auf den anderen sollen an Bogners Arbeitsplatz, einem Jobtrainingscenter, völlig neue Spielregeln gelten: Ab sofort hat jeder Mitarbeiter immer zwei Klienten gleichzeitig zu beraten. Die widersinnige Anordnung stellt sich bald als Eckpfeiler eines raffinierten Betrugssystems im europäischen Maßstab heraus, das vier Bonzen der Beratungsbranche das große Geld bringen soll. Doch schon bald scheidet der Erste aus. Gut möglich, dass bei seinem Selbstmord jemand nachgeholfen hat …

Präsentation: Amaryllis Sommerer »Lieblinge der Götter«

Amaryllis Sommerers Roman über vier junge Künstlerinnen und Künstler gleicht einer Chronik der experimentierfreudigen siebziger Jahre: Eine Generation auf der kompromisslosen Suche nach Selbstverwirklichung.

Nina, sechzehn und gierig nach Leben, Kunst und Erfahrungen jeder Art, verliebt sich in Valentin, den Paradiesvogel der Stadt. Sie sind laut, radikal, bunt und kompromisslos, ihre Liebe bodenlos und leidenschaftlich. Aber Valentin geht und kommt, verschwindet immer wieder ohne Erklärung und taucht auf, wenn er schon verloren geglaubt ist. Zum Glück sind da noch Karin und Martin, die Filmemacher, die auch nach den Sternen greifen und Nina wenigstens für eine Zeit Halt geben können – so lange, bis sie über verschlungene Wege ihr ganz eigenes Leben findet.

Präsentation: Susanne Falk »Anatol studiert das Leben«

Kurzweilig, spannend und herzerwärmend ist Susanne Falks Liebesgeschichte um einen Sonderling und das kleine bisschen Glück, das es braucht, um am Ende zum Ziel zu gelangen.

Anatol hat es nicht leicht: Seine divenhafte Großmutter verwöhnt ihn, seinen ersten Liebschaften ist keine Dauer beschieden, und mit dem standesgemäßen Studium kann er sich auch nicht so recht anfreunden. Da beschließt er, künftig als Museumsaufseher sein Glück zu suchen. Und so trifft er auf seine erste richtige Liebe! Bloß weiß Marcelline, die französische Kunststudentin, die stundenlang vor einem Chagall steht, davon nichts. Als die Ausstellung endet und auch keine Aussicht auf ein Wiedersehen mit Marcelline besteht, fasst sich Anatol ein Herz und stiehlt den Chagall. Mit dem entwendeten Bild, das er der Frau seiner Träume überreichen will, und einer vagen Idee macht er sich auf den Weg nach Frankreich.