Thomas Sautner liest aus seinem aktuellen Roman »Das Mädchen an der Grenze«.
Zum Buch:
Die Welt und die Dinge in Thomas Sautners neuem Roman sind anders beschaffen, als es den Anschein hat. Wir schreiben das historische Wendejahr 1989, der Eiserne Vorhang fällt. Das Mädchen Malina, das mit seiner Familie in einem alten Zollhaus lebt, nimmt Dinge wahr, die niemand sonst zu erkennen vermag – und wird deshalb für verrückt erklärt. Das lässt sie in eine Welt kippen, in der die üblichen Wahrheiten keinen Halt mehr bieten. Ist das Leben nur ein Traum, eine Illusion? Oder im Gegenteil: mehr, als wir je zu denken wagten? Ausgerechnet ihrem ruppigen Vater, dem Grenzbeamten, gelingt es schließlich, in ihr Universum vorzudringen.
Kirstin Breitenfellner präsentiert ihren ersten Roman »Bevor die Welt unterging«.
Zum Buch:
Judith ist ein Teenager, als die achtziger Jahre beginnen. Sie lebt in behüteten Verhältnissen in einer Kleinstadt und wächst, wie ihre Eltern nicht müde werden zu versichern, in einer Epoche von beispiellosem Frieden und Wohlstand auf. Tatsächlich wird ihre Adoleszenz geprägt vom Kalten Krieg und Wettrüsten, vom drohenden Waldsterben, von der neuen Seuche Aids und dem Reaktorunfall in Tschernobyl.
Judith und ihrer Clique gelingt es, den Bedrohungen von Artensterben und Atomkrieg, der scheinbaren Ausweglosigkeit und der Apokalypse zum Trotz, eine ganz normale Jugend zu erleben, mit Partys und Protest, Ausflügen, Liebe und Verrat. Als schließlich die Mauer fällt, hat Judith das Gefühl, dass ihr Leben jetzt erst so richtig beginnen kann.
Ein Roman über das Erwachsenwerden in einer Zeit, die erstaunliche Parallelen zu den Problemen und Themen der heutigen Jugend aufweist – vom Klimawandel über den Reaktorunfall von Fukushima bis zu den Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt.
Theodora Bauer liest aus ihrem zweiten Roman »Chikago«.
Zum Buch:
Feri und Katica leben Anfang der zwanziger Jahre in einem Gebiet des Aufruhrs und des Umbruchs und vor allem der Armut: an der noch jungen ungarisch-österreichischen Grenze. Die große Hoffnung heißt »Amerika«, vor allem für Feri, der die schwangere Katica mitnehmen will. Ein Unglück und das beherzte Eingreifen von Katicas Schwester Anica lassen die Auswanderpläne zur Flucht werden, nun sind sie zu dritt. Doch das Leben in Amerika ist nicht so gut zu den drei Auswanderern wie erhofft: Katica stirbt bei der Geburt ihres Kindes, Feri wird zum Säufer und Tagedieb, und bald muss Anita die Verantwortung für den kleinen Josip übernehmen …
Theodora Bauer verleiht ihren Protagonisten Seele, ihrer Geschichte Realismus, ihrem Schicksal Tragik und Schönheit: Ein großer Roman über die Sehnsucht nach einem besseren Leben.
Andreas Koller spricht im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Lauter Lügen? Medien und Journalismus in der Krise«. Moderation: Eva Blimlinger
Über Andreas Kollers Buch »Journalismus. Macht. Wirklichkeit«:
Journalismus – wozu? Das fragt sich so mancher in einer Zeit, in der jedermann in den sozialen Medien und auf seinem Blog selbst Journalist spielen kann. Andreas Koller meint: Gerade in einer solchen Zeit ist professioneller, recherchierender, analysierender Journalismus wichtiger denn je. Nur Profijournalisten können den Informationsüberfluss, der täglich aus allen Kanälen auf die Menschheit schwappt, nach objektivierbaren Kriterien filtern, inhaltlich einordnen, kurz gesagt: Informationsmüll von tatsächlichen Informationen unterscheiden.
Die Sache hat allerdings einen Haken: Dieser Journalismus kostet Geld. Und es wird immer schwieriger, ihn zu finanzieren. Sind neue journalistische Geschäftsmodelle vorstellbar? Wenn nein: Was passiert dann mit unserer Demokratie? Wenn ja: Wo sind die Grenzen des recherchierenden Journalismus? Ist jede Wahrheit um jeden Preis zumutbar? Welche Rolle spielt die Politik – und soll sie überhaupt eine Rolle spielen?
Anita Mild liest aus ihrem soeben erschienenen Kinderbuch »Pauli muss ins Altersheim«.
Zum Buch:
Alle zwei Tage muss Pauli mit Mama ins Altersheim, um Opa zu besuchen. Großen Spaß machen die Besuche nicht, denn Opa ist dement und erkennt Pauli nicht einmal. Und die anderen Leute dort findet Pauli auch merkwürdig, fast schon gruselig. Zum Beispiel die Frau mit der Pudelmütze, die immer mit dem Gummibaum redet. Die Langeweile findet ein Ende, als er die aufgeweckte und neunmalkluge Lila trifft. Auch sie ist regelmäßig im Altersheim, aber ihr gefällt es dort. Gemeinsam haben die beiden jede Menge Spaß. Pauli beginnt plötzlich nicht nur, sich auf die Besuche bei seinem Opa wie verrückt zu freuen, sondern auch, die Bewohner und Bewohnerinnen des Altersheims mit anderen Augen zu sehen …
Anita Milds Geschichte findet einen heiteren Zugang zu einer gesellschaftlichen Herausforderung: dem Umgang mit pflegebedürftigen Angehörigen. Angela Holzmann begleitet den vergnüglichen Text mit bezaubernden Illustrationen.
Theodora Bauer präsentiert ihren neuen Roman »Chikago«.
Moderation: Ursula Ebel
Zum Buch:
Drei Auswanderer im Chicago der zwanziger Jahre und ihr Streben
nach dem persönlichen Glück
Feri und Katica leben Anfang der zwanziger Jahre in einem Gebiet des Aufruhrs und des Umbruchs und vor allem der Armut: an der noch jungen ungarisch-österreichischen Grenze. Die große Hoffnung heißt »Amerika«, vor allem für Feri, der die schwangere Katica mitnehmen will. Ein Unglück und das beherzte Eingreifen von Katicas Schwester Anica lassen die Auswanderpläne zur Flucht werden, nun sind sie zu dritt. Doch das Leben in Amerika ist nicht so gut zu den drei Auswanderern wie erhofft: Katica stirbt bei der Geburt ihres Kindes, Feri wird zum Säufer und Tagedieb, und bald muss Anita die Verantwortung für den kleinen Josip übernehmen…
Theodora Bauer verleiht ihren Protagonisten Seele, ihrer Geschichte Realismus, ihrem Schicksal Tragik und Schönheit: Ein großer Roman über die Sehnsucht nach einem besseren Leben.
Stefan Schomann liest aus seiner aktuellen »Lesereise China«.
Zum Buch:
»Wer reist«, befand Tu Long, der vagabundierende Poet, »der tut es, um Augen und Ohren zu öffnen und um Freude in seinem Herzen zu finden.« Beflügelt vom Geist des 16. Jahrhunderts unternimmt Stefan Schomann ausgedehnte Reisen durchs China des 21. Jahrhunderts. Sie führen ihn von den Steppen Innerasiens bis ins Delta des Jangtsekiang und von den verschneiten Höhen der Mandschurei bis in die zauberischen Felsenwelten Hunans.
Vor allem aber begegnet er China in seinen Menschen. Er fördert ihre anrührenden und vielfach verblüffenden Lebensgeschichten zutage, etwa die der Geschichtenerzähler, die, allen modernen Massenmedien zum Trotz, guten Mutes über die Dörfer tingeln wie schon vor zweitausend Jahren.
Ein persönliches, zeitgemäßes und bisweilen auch poetisches Porträt dieses ungeheuren Landes.
Egyd Gstättner präsentiert seinen neuen Roman »Wiener Fenstersturz«.
Zum Buch:
In einer Sekunde stecken drei Zeitebenen, drei Zeitreisen und drei Geschichten. Oder sind es Jahrzehnte, ein Jahrhundert? Der Schriftsteller und »Wiener Goethe« Egon Friedell sprang 1938 auf der Flucht vor der SA in den Tod. In den Sekunden dieses Todessprungs zieht nicht nur sein Leben an ihm vorbei – er trifft auch auf den Schriftsteller H.G. Wells und dessen »Time Machine«: Die beiden versuchen, das Geheimnis von Friedells nunmehr endlos scheinendem Fenstersturz zu ergründen. Aus diesem Vorhaben resultiert eine absurd-groteske Odyssee durch die Zeiten; in atemberaubender Geschwindigkeit geht es vom Wien der Kaffeehauskultur in die Zukunft und retour!
Egyd Gstättners erfrischend heitere und außerordentlich lehrreiche Hommage an ein Universalgenie der Vergangenheit ist zugleich virtuose Entlarvung der Gegenwart und bewegende Reflexion über das Leben, die Liebe und den Tod.
Oskar Aichinger präsentiert sein Wiener Reisebuch »Ich bleib in der Stadt und verreise. Vom Gehen und Verweilen in Wien«.
Zum Buch:
Ist Gehen in der Stadt – absichtsloses, zielloses Wandern mit dem immer gleichen Ausgangspunkt, der eigenen Wohnung – eine Möglichkeit zu verreisen, wenn auch nur für kurze Zeit? Stellen sich dabei die für das Reisen typischen Effekte ein wie Distanz zum Alltag, ein freier Kopf zum Nachdenken über dieses und jenes?
Nach jahrelangen Selbstversuchen kann der Pianist und Komponist Oskar Aichinger mit einiger Überzeugung behaupten: Ja. So ist dieses Wiener Reisebuch entstanden, mit autobiografischen, historischen und philosophischen Zügen, ein sehr individueller Reiseführer von einem, dem diese Stadt nicht von Anfang an zugeflogen ist, der sie sich allmählich ergangen hat, als Taugenichts für immer wieder ein paar Stunden. Es ist eine Einladung an Lesende mitzugehen, mitzudenken und mitzuschauen, miteinzukehren in manche Gaststätte und vermeintlich Vertrautes neu zu entdecken.
Anlässlich der aktuell in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung Berlin gezeigten Ausstellung »Vom ersten jüdischen Ghetto in Venedig zum letzten jüdischen Ghetto in Shanghai« liest Stefan Schomann aus der soeben erschienenen »Lesereise China«.
Zum Buch:
»Wer reist«, befand Tu Long, der vagabundierende Poet, »der tut es, um Augen und Ohren zu öffnen und um Freude in seinem Herzen zu finden.« Beflügelt vom Geist des 16. Jahrhunderts unternimmt Stefan Schomann ausgedehnte Reisen durchs China des 21. Jahrhunderts. Sie führen ihn von den Steppen Innerasiens bis ins Delta des Jangtsekiang und von den verschneiten Höhen der Mandschurei bis in die zauberischen Felsenwelten Hunans.
Vor allem aber begegnet er China in seinen Menschen. Er fördert ihre anrührenden und vielfach verblüffenden Lebensgeschichten zutage, etwa die der Geschichtenerzähler, die, allen modernen Massenmedien zum Trotz, guten Mutes über die Dörfer tingeln wie schon vor zweitausend Jahren.
Ein persönliches, zeitgemäßes und bisweilen auch poetisches Porträt dieses ungeheuren Landes.