Fuchserde

Roman

ISBN: 978-3-85452-498-4
216 Seiten, gebunden

24,00 inkl. MwSt.

Schon seit ihrer Kindheit ist Frida der charismatische Mittelpunkt einer grossen Familie. Angstlos nach dem frühen Tod ihrer Mutter, sorgt sie mit ihrer ungezähmten Art für Kopfschütteln bei den Bewohnern des kleinen Dorfes, in dem sie lebt. Kein Mann ist ihr recht, und kein Mann kann ihr widerstehen. Frida ist eine Jenische – Angehörige eines beinahe in Vergessenheit geratenen fahrenden Volkes. Über Generationen hinweg haben ihre Vorfahren schon im »Biberling«, den kalten Monaten, ihre einfachen Hütten bewohnt, um dann im »Hitzling«, in dem die Sonne zunehmend an Kraft gewinnt, wieder mit ihren Pferdewagen loszuziehen.

Es ist ein rau-romantisches Leben, das Frida und die Ihren führen, mit dem Sternenhimmel als Dach, geheimnisvollen Geschichten am Feuerplatz und einer Sprache, die den Sesshaften Rätsel aufgibt. Ihren Lebensunterhalt verdienen die Fahrenden noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts als Scherenschleifer, Besenbinder, Pfannenflicker, als Wahrsagerinnen oder als Kräuterfrauen. Sie fühlen sich frei wie der Wind. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten aber setzt eine dramatische Zäsur im Leben der Familie, die versucht, der Vernichtung zu entrinnen: mit Hilfe uralten Wissens, schier waghalsigem Humor und unbändiger Kraft.

Thomas Sautner erzählt die Geschichte zweier Familien, deren Schicksale durch die Liebe ihrer Kinder miteinander verknüpft werden und deren Alltag vom tiefen Verstehen der Natur geprägt ist, von wunderbaren Weisheiten und vom Leben mit den Jahreszeiten. Das nördliche Waldviertel, mystisch-schön mit seinen ausgedehnten Wäldern, dunklen Teichen, tiefen Mooren und den Jahrmillionen alten markanten Restlingen aus Granit ist dabei mehr als bloß der Schauplatz eines grossen Familienromans.

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Schon seit ihrer Kindheit ist Frida der charismatische Mittelpunkt einer grossen Familie. Angstlos nach dem frühen Tod ihrer Mutter, sorgt sie mit ihrer ungezähmten Art für Kopfschütteln bei den Bewohnern des kleinen Dorfes, in dem sie lebt. Kein Mann ist ihr recht, und kein Mann kann ihr widerstehen. Frida ist eine Jenische – Angehörige eines beinahe in Vergessenheit geratenen fahrenden Volkes. Über Generationen hinweg haben ihre Vorfahren schon im »Biberling«, den kalten Monaten, ihre einfachen Hütten bewohnt, um dann im »Hitzling«, in dem die Sonne zunehmend an Kraft gewinnt, wieder mit ihren Pferdewagen loszuziehen.

Es ist ein rau-romantisches Leben, das Frida und die Ihren führen, mit dem Sternenhimmel als Dach, geheimnisvollen Geschichten am Feuerplatz und einer Sprache, die den Sesshaften Rätsel aufgibt. Ihren Lebensunterhalt verdienen die Fahrenden noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts als Scherenschleifer, Besenbinder, Pfannenflicker, als Wahrsagerinnen oder als Kräuterfrauen. Sie fühlen sich frei wie der Wind. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten aber setzt eine dramatische Zäsur im Leben der Familie, die versucht, der Vernichtung zu entrinnen: mit Hilfe uralten Wissens, schier waghalsigem Humor und unbändiger Kraft.

Thomas Sautner erzählt die Geschichte zweier Familien, deren Schicksale durch die Liebe ihrer Kinder miteinander verknüpft werden und deren Alltag vom tiefen Verstehen der Natur geprägt ist, von wunderbaren Weisheiten und vom Leben mit den Jahreszeiten. Das nördliche Waldviertel, mystisch-schön mit seinen ausgedehnten Wäldern, dunklen Teichen, tiefen Mooren und den Jahrmillionen alten markanten Restlingen aus Granit ist dabei mehr als bloß der Schauplatz eines grossen Familienromans.

»Manche Buchanfänge sind berühmt geworden. Auch der erste Satz von Thomas Sautners Debütroman Fuchserde könnte bald dazu gehören: ›Als Franz Jandrasits bereits bis zum Hals im Moor versunken war, kroch der Frühnebel aus dem Wald‹. Fuchserde weckt Verständnis, ja Sympathie für andere Lebensweisen und bringt eine schon so gut wie vergessene Gruppe von Menschen zurück ins Bewusstsein.«
Gesellschaft für bedrohte Völker

»Vor unseren Augen leben Menschen wie auf einem anderen Kontinent. Mit einer Kultur so alt wie die unsere – und in unserer langsam verschwindend: die Jenischen. Dieser außergewöhnliche Debütroman unternimmt das Abenteuer, diese Welt zu erforschen. Ein Buch voller Weisheit, berührend, humorvoll und unglaublich spannend.«
Robert Menasse

»Thomas Sautner hat mit diesem Roman sein beachtliches literarisches Debüt gegeben, das neugierig macht auf seine nächsten Bücher. Mit Empathie und Kenntnis erzählt Thomas Sautner von einem widersetzlichen Clan.«
Die Presse

»Sautner beschreibt märchenhaft starke Frauen und ebenso kraft- wie gefühlvolle Männer;sie alle werden von untrüglich sicheren Intuitionen und Instinkten geleitet.«
Die Furche

»Man weiß wenig über sie,fast nichts, nichts – deshalb ist es eine Freude, dass uns der Waldviertler Thomas Sautner mit dem Volk der Jenischen bekannt macht.«
Kurier

»Sautner verleiht dem fahrenden Volk der Jenischen eine Stimme. Garniert mit Lebensweisheiten und historischen Belegen legt er eine spannende und zugleich einfühlsame Recherche dar.«
etcetera

»Die einzelnen Geschichten füllen den Roman wie eine Sammlung leuchtender Murmeln, deren Farben von Zartrosa bis Schwarz reichen.«
Falter

»Hier hält Sautner der Gesellschaft einen Spiegel vor, in den sie dringend einmal blicken müsste, gehört doch die Diskriminierung von ›Fremden‹, des ›Anderen‹ noch lange nicht der Vergangenheit an.«
Wiener Zeitung

»Sautner kann schreiben, und er will nicht irgendwas schreiben, sondern über Dinge, die es auch wert sind, erzählt zu werden.«
Karl-Markus Gauß