Buchpräsentation: Stefan Kutzenberger, »Die Liste der Lebenden«

September 1858, mitten auf dem Atlantik. Eine nicht mehr ganz junge Frau treibt nackt auf einer Tür liegend in den sachten Wellen. Die Sonne scheint und in Gedanken ist sie in Dänemark.
Henriette Wulff, aus bester dänischer Familie, ist dreiundfünfzig, als sie sich entschließt, ihre Heimat hinter sich zu lassen und nach Amerika auszuwandern. Trotz ihres umtriebigen Soziallebens in den Salons Kopenhagens, trotz ihrer zahlreichen Bekanntschaften in Europa. Und trotz ihrer intensiven Freundschaft mit dem Dichter Hans Christian Andersen, mit dem sie über Jahrzehnte hinweg Hunderte Briefe wechselte. 
Doch die Überfahrt endet in einer Katastrophe, der größten Schifffahrtskatastrophe des 19. Jahrhunderts. Inmitten der Trümmer des Dampfers »Austria« bleibt Henriette nichts übrig, als in Gedanken weiter Briefe an Andersen zu verfassen, ahnend, dass er zu Hause in seiner Schreibstube auch nicht anders kann, als ihr zu schreiben.

Stefan Kutzenberger erzählt die Geschichte einer unerkannten Liebe zwischen zwei Menschen, die erst im Angesicht des Todes begreifen, wie eng sie einander verbunden sind.

Lesung: Stefan Kutzenberger, »Die Liste der Lebenden«

September 1858, mitten auf dem Atlantik. Eine nicht mehr ganz junge Frau treibt nackt auf einer Tür liegend in den sachten Wellen. Die Sonne scheint und in Gedanken ist sie in Dänemark.
Henriette Wulff, aus bester dänischer Familie, ist dreiundfünfzig, als sie sich entschließt, ihre Heimat hinter sich zu lassen und nach Amerika auszuwandern. Trotz ihres umtriebigen Soziallebens in den Salons Kopenhagens, trotz ihrer zahlreichen Bekanntschaften in Europa. Und trotz ihrer intensiven Freundschaft mit dem Dichter Hans Christian Andersen, mit dem sie über Jahrzehnte hinweg Hunderte Briefe wechselte. 
Doch die Überfahrt endet in einer Katastrophe, der größten Schifffahrtskatastrophe des 19. Jahrhunderts. Inmitten der Trümmer des Dampfers »Austria« bleibt Henriette nichts übrig, als in Gedanken weiter Briefe an Andersen zu verfassen, ahnend, dass er zu Hause in seiner Schreibstube auch nicht anders kann, als ihr zu schreiben.

Stefan Kutzenberger erzählt die Geschichte einer unerkannten Liebe zwischen zwei Menschen, die erst im Angesicht des Todes begreifen, wie eng sie einander verbunden sind.

Leipziger Buchmesse: Stefan Kutzenberger, »Die Liste der Lebenden«

September 1858, mitten auf dem Atlantik. Eine nicht mehr ganz junge Frau treibt nackt auf einer Tür liegend in den sachten Wellen. Die Sonne scheint und in Gedanken ist sie in Dänemark.
Henriette Wulff, aus bester dänischer Familie, ist dreiundfünfzig, als sie sich entschließt, ihre Heimat hinter sich zu lassen und nach Amerika auszuwandern. Trotz ihres umtriebigen Soziallebens in den Salons Kopenhagens, trotz ihrer zahlreichen Bekanntschaften in Europa. Und trotz ihrer intensiven Freundschaft mit dem Dichter Hans Christian Andersen, mit dem sie über Jahrzehnte hinweg Hunderte Briefe wechselte. 
Doch die Überfahrt endet in einer Katastrophe, der größten Schifffahrtskatastrophe des 19. Jahrhunderts. Inmitten der Trümmer des Dampfers »Austria« bleibt Henriette nichts übrig, als in Gedanken weiter Briefe an Andersen zu verfassen, ahnend, dass er zu Hause in seiner Schreibstube auch nicht anders kann, als ihr zu schreiben.

Stefan Kutzenberger erzählt die Geschichte einer unerkannten Liebe zwischen zwei Menschen, die erst im Angesicht des Todes begreifen, wie eng sie einander verbunden sind.

Leipziger Buchmesse: Cornelia Travnicek, »Ich erzähle von meinen Beinen«

Wallys Familie funktioniert – meistens. Ihr Mann, ihre Tochter, das Haus, die Laufenten: Sie hat alles im Griff, bis: sie eines Tages zusammenbricht und sich im Krankenhaus wiederfindet. Alles, was davor geschah, bekommt so eine verschobene Bedeutung. Bei ihrer Tochter wurde ADHS diagnostiziert – aber wie ist es mit ihrer eigenen Unkonzentriertheit, der Unmöglichkeit, Begonnenes abzuschließen, ihrer Hyperaktivität? Ihren irrationalen Ängsten und kleinen Neurosen? Wallys Zusammenbruch und die fast zeitgleiche Überschwemmung ihres Hauses bilden gleichermaßen die Klimax einer Überforderung – und die Erlösung daraus.

Wie sich das Leben mit Neurodivergenz anfühlt, verarbeitet Cornelia Travnicek eindrucksvoll zu einem literarisch raffinierten Roman, der einen immer wieder zum Schmunzeln bringt.

Buchpräsentation: Cornelia Travnicek, »Ich erzähle von meinen Beinen«

Wallys Familie funktioniert – meistens. Ihr Mann, ihre Tochter, das Haus, die Laufenten: Sie hat alles im Griff, bis: sie eines Tages zusammenbricht und sich im Krankenhaus wiederfindet. Alles, was davor geschah, bekommt so eine verschobene Bedeutung. Bei ihrer Tochter wurde ADHS diagnostiziert – aber wie ist es mit ihrer eigenen Unkonzentriertheit, der Unmöglichkeit, Begonnenes abzuschließen, ihrer Hyperaktivität? Ihren irrationalen Ängsten und kleinen Neurosen? Wallys Zusammenbruch und die fast zeitgleiche Überschwemmung ihres Hauses bilden gleichermaßen die Klimax einer Überforderung – und die Erlösung daraus.

Wie sich das Leben mit Neurodivergenz anfühlt, verarbeitet Cornelia Travnicek eindrucksvoll zu einem literarisch raffinierten Roman, der einen immer wieder zum Schmunzeln bringt.

Buchpräsentation: Ruth Wodak, Markus Rheindorf, »Babyelefant und Hausverstand«

Eine Analyse der Inszenierung und Gestaltung von Krisen in Österreich im Vergleich mit anderen europäischen Staaten (insbesondere Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien) auf der Basis von breit angelegten qualitativen und quantitativen Studien. Sowohl in der Corona-Krise als auch in der aktuellen Finanzkrise zeigt sich, wie Akteure aus Ministerien, Ämtern und der Wissenschaft versuchen, die Krise aus eigener Sicht zu steuern, wobei ein Gesamtbild von geradezu erstaunlicher Inkompetenz entsteht.
Rechtsaußenparteien wie die FPÖ in Österreich konnten das kommunikative Versagen der Politik geschickt ausnützen. Im Zuge der Anti-Impf-Kampagne wurden faschistische Themen Teil des »normalen« Diskurses, vom angeblich »gesunden Volkskörper« bis zum offenen Antisemitismus. Die Debatte zur Impfpflicht erklärt auch, warum die FPÖ nach Abschaffung des Gesetzes im Sommer 2022 als Gewinner aus der Krise hervorging und seither bei Wahlen ebenso wie bei Meinungsumfragen an erster Stelle liegt.
Demokratische Politiker könnten aus ihren Fehlern lernen. Dieses Buch stünde ihnen dabei zur Seite.

Buchpräsentation: Erich Follath, »Alle meine Mörder«

Kann man Tyrannei und Mordlust beschreiben? Ihre Ursachen erklären? Erich Follath, fast fünf Jahrzehnte lang Reporter und Auslandskorrespondent von Stern, Spiegel und Zeit, erzählt in seinem neuen Buch von ungewöhnlichen Begegnungen und kontroversen Gesprächen mit einigen der schlimmsten Politikern unserer Zeit. Und auch von den Folgen, mit denen er bei seinen Recherchen persönlich konfrontiert war. So heißt es schon im Vorwort: »Wie ich einmal zum Tode verurteilt wurde – und dreizehn Jahre später mit dem dafür verantwortlichen Tyrannen ein Interview führen konnte.« Der Täter war Mobutu Sese Seko, der ehemalige Präsident des Kongo.

Follath hat Muammar al-Gaddafi in seinem Wüstenzelt besucht, er lauschte einer privaten Gesangseinlage von Imelda Marcos, spielte Schach mit Menachem Begin und erlebte einen Blackout mit Jassir Arafat. Pol Pots Privatsekretär erzählte ihm beim Tee, warum er die Witwe des Massenmörders ehelichte und dessen Tochter großzog. Aber »Alle meine Mörder« ist weit mehr als eine Aneinanderreihung von verblüffenden Treffen. Der Autor hat sich auch intensiv mit den Auswirkungen der Tyrannen beschäftigt und hat sich auf die Spuren von Angehörigen der Täter, Weggefährten und Opfern begeben.

Lesung: Felix Kucher, »Von Stufe zu Stufe«

Die ersten österreichischen Filme zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind von billigem Klamauk und nackter Haut geprägt. Im Fotoatelier des Ehepaars Anton und Louise Kolm ist man sich einig: Ein niveauvoller Spielfilm muss her. Louise findet, dass sie selbst den ersten heimischen Kunstfilm drehen sollten. Doch die Männer in ihrem Leben haben Bedenken …
Über hundert Jahre später verliert Marc seinen Job am Filmarchiv. Als ihm ein Foto von verschollen geglaubten Filmrollen in die Hände fällt, sieht er seine Chance auf eine akademische Karriere gekommen. Aber um an die alten Filme heranzukommen, muss er nicht nur einen Bus in die Ukraine besteigen, er muss sich auch seiner ureigensten Angst stellen.

Lesung: Judith Kohlenberger, »Migrationspanik«

Krieg, Vertreibung, Klimakrise, Pandemie, Künstliche Intelligenz und internationale Aufrüstung – die großen geopolitischen Verwerfungen unserer Zeit schaffen Angst, Verunsicherung und Einsamkeit. In einer zunehmend unübersichtlichen Welt steigt der Wunsch nach einer »starken Hand« an den Grenzen und einem eng gezogenen »Wir« im Inneren. Judith Kohlenbergers scharfsinnige Analyse zeichnet die beginnende und in Teilen schon vollzogene autoritäre Wende, die auch das gutbürgerliche Milieu ergriffen hat, anhand der grassierenden Migrationspanik nach. Und zeigt, dass es nur einen einzigen, glasklaren Ausweg gibt.

Lesung: Judith Kohlenberger, »Migrationspanik«

Krieg, Vertreibung, Klimakrise, Pandemie, Künstliche Intelligenz und internationale Aufrüstung – die großen geopolitischen Verwerfungen unserer Zeit schaffen Angst, Verunsicherung und Einsamkeit. In einer zunehmend unübersichtlichen Welt steigt der Wunsch nach einer »starken Hand« an den Grenzen und einem eng gezogenen »Wir« im Inneren. Judith Kohlenbergers scharfsinnige Analyse zeichnet die beginnende und in Teilen schon vollzogene autoritäre Wende, die auch das gutbürgerliche Milieu ergriffen hat, anhand der grassierenden Migrationspanik nach. Und zeigt, dass es nur einen einzigen, glasklaren Ausweg gibt.