Zäh wie Kaugummi ist die Zeit in diesem Sommer in den späten siebziger Jahren, in den allerersten großen Schulferien einer Siebenjährigen. Alle Freunde sind weg, die älteren Geschwister gehen ihrer eigenen Wege, die Eltern werden geschluckt von ihrem Alltag. Das Mädchen liest mit Begeisterung Astrid Lindgren und wünscht sich nichts mehr, als dass die Zeit vergeht, damit auch sein Urlaub endlich beginnen kann. Doch in dem verschwendeten Sommer des Wartens verbergen sich filigrane Gefühle, eigenwillige Worte, prägende Erlebnisse und überraschende Allianzen. Das pralle Tableau eines Sommers zieht die Leser in eine Kindheit voller Wunder und Wunderlichkeiten, in die Welt eines siebenjährigen Mädchens, das erwartungsvoll dem Leben entgegengeht.
Archiv: Events
A list of upcoming events
BUCH WIEN: Eva Linsinger »Alles nur Fake!«
Zwei große Krisen prägen unsere Gesellschaft: Die Krise der Demokratie und die Krise der Medien.
Fake News von Staatsstellen. Eigene Medienimperien von Parteien mit eigenen Realitäten. Attacken auf Journalistinnen und Journalisten und deren „unbotmäßige“ Fragen. Schrumpfende Redaktionen und anschwellende Pressestäbe. Message Control und Shiny happy Kanzlers. Wie effizient ist Message Control und welche Auswirkungen hat sie auf die Redaktionen und den kritischen Journalismus?
Kriminacht 2019: David Krems liest »Fast ein Wunder«
Ein raffiniert verknüpfter Roman über verwischte Spuren, die Macht der Medien, Versuchung und den Sieg der Menschlichkeit.
Ein gänzlich unbekannter Läufer im Spitzenfeld des Stadtmarathons, das ist fast eine Geschichte für ein Boulevard-Blatt wie »Von Tag zu Tag«. Der leidgeprüfte Reporter Fabian wird auf den Mann angesetzt – von einem Herausgeber, dem auf seinem Kurzurlaub die Geliebte abhandenkommt und der Fabians Hoffnung auf ein berufliches und privates Comeback zu seinem eigenen Vorteil ausnützt. Der mysteriöse Läufer wird bald als Asylsuchender identifiziert, der den Marathon als Chance nutzen wollte, um auf seine hoffnungslose Situation aufmerksam zu machen. Mit seiner Recherche setzt Fabian einiges in Gang: im Leben der von ihm ins Vertrauen gezogenen Ministerialbeamtin, im Ministerium und in der Zeitung. Wer macht hier mit wem Geschäfte und wer hat den größten Nutzen davon?
Kriminacht 2019: Elisabeth Schmidauer liest »Mord für Anfänger und Fortgeschrittene«
Griechischer Strand, ein wenig Wein und ein großes Rätsel: Elisabeth Schmidauers neuer Roman, ein Krimi um Liebe und Eifersucht, Vertrauen und finstere Geheimnisse.
Luise fährt erwartungsvoll nach Zakynthos, so wie die letzten Jahre auch: Zwei Wochen lang wird sie die Sommerakademie besuchen und hofft auf kreative Impulse. Gleich in den ersten Minuten ihres Aufenthalts trifft sie auf Paul. Er wird ihr Lehrer im Schreibkurs sein und Luise hat sich ein bisschen in ihn verschaut. Aber zunächst kommt es anders: Paul scheint sich viel mehr für eine andere, jüngere Kursteilnehmerin zu interessieren. Als sich Luise und Paul schließlich doch annähern und alles sich zum Guten zu wenden scheint, findet Luise eine Leiche am Strand, und plötzlich stimmt nichts mehr, was man von den anderen zu wissen geglaubt hat …
Lesung: Daniela Meisel, »Wovon Schwalben träumen«
Ein starkes Mädchen in den dreißiger Jahren als Inspiration für eine junge Frau von heute: Durch Blitzlichter in die Gegenwart einer Wissenschaftlerin am Scheideweg verknüpft Daniela Meisel eine bemerkenswerte Lebensgeschichte mit Fragen nach weiblichen Rollenbildern.
Freda hat als uneheliches Kind nicht nur keine Freunde, auch ihr Vater ist nur manchmal da. Der kann sich einfach nicht entscheiden, ob seine Liebe zu Freda und ihrer Mutter groß genug ist.
Es sind die dreißiger Jahre, in Fredas Klasse kommt ein Neuer: Benjamin, mit dem Freda sich anfreundet. Es keimt eine zarte erste Liebe. Doch schon bald muss Benjamins Familie sich in Sicherheit bringen und Fredas Vater beschließt, eine andere zu heiraten. Also bleibt Freda mit Mutter und Großmutter allein zurück: Benjamin verschwunden, der Vater tot, ein Krieg zieht herauf. Aber das starke Mädchen lässt sich nicht brechen.
Lesung: Thomas Sautner, »Das Mädchen an der Grenze«
Malina, die mit ihrer Familie in einem alten Zollhaus an der Grenze lebt, nimmt das Leben wahr, wie niemand sonst es zu erkennen vermag – und wird deshalb für verrückt gehalten. Sie kippt in eine Welt, in der die gängigen Wahrheiten keinen Halt mehr bieten. Ist das Leben nur ein Traum, eine Illusion? Oder im Gegenteil: mehr, als wir je zu denken wagten?
Thomas Sautners Roman öffnet den Blick auf ein Leben, wie es zuvor nicht gedacht wurde. Was ist Wahrheit? Wohin führt Verstand? Und wie weit reicht Liebe? Ein Roman wie ein Leben ohne Sicherheitsnetz: hochriskant, schwindelerregend und betörend schön.
Lesung: Thomas Sautner, »Großmutters Haus«
Was ist ein gelungenes Leben? Die Begegnung mit der tot geglaubten, unkonventionellen Großmutter, die in einem verborgenen Haus mitten im Wald lebt, bringt einer jungen Frau unerwartete Erkenntnisse, die ihr Leben auf den Kopf stellen. Malina lebt in der Großstadt, studiert und arbeitet nebenbei in einer Bücherei. Eines Tages bringt ihr der Postbote ein rätselhaftes Päckchen, prall gefüllt mit Geldscheinen. Auf einem beigefügten Kärtchen steht lapidar: »Anbei ein paar Zettel mit Nullen drauf. Deine Großmutter.« Malina kann es kaum glauben, hat sie doch die Großmutter seit Jahren für tot gehalten. Also macht sie sich auf den Weg in ihre alte Heimat, zum großmütterlichen Haus, das tief im Wald versteckt liegt. Die alte Dame die sie dort vorfindet, ist extravagant, ausgeflippt und lebensfroh, zum Wiedersehen bietet sie ihrer Enkelin zunächst einen Joint an …
Lesung: Andrea Karimé, »Samba, Schwein und das Geheimnis der Mühle«
Samba langweilt sich, seit seine Freundin Lâl von nebenan ausgezogen ist, bis Tante Ottilie, rund und rot wie ein Kürbis, mit ihrem Fagott in die Nachbarwohnung zieht. Wenn die auf ihrem Fagott spielt, glitzert der Tag wie ein Schatz! Außerdem hat sie ein Schwein, doch das ist geheim!
Eines Tages ist die Tante verschwunden. Und Schwein läuft Samba auch noch davon! Die beiden laufen und laufen – bis sie vor der alten Mühle stehen. Ob die dunklen Gestalten mit ihren langen Mänteln etwas mit Tante Ottilies Verschwinden zu tun haben?
Annette von Bodecker-Büttners fantasievolle Illustrationen machen Andrea Karimés spannende Detektivgeschichte zu einem bunten Vergnügen.
Lesung: Andrea Karimé, »Samba, Schwein und das Geheimnis der Mühle«
Samba langweilt sich, seit seine Freundin Lâl von nebenan ausgezogen ist, bis Tante Ottilie, rund und rot wie ein Kürbis, mit ihrem Fagott in die Nachbarwohnung zieht. Wenn die auf ihrem Fagott spielt, glitzert der Tag wie ein Schatz! Außerdem hat sie ein Schwein, doch das ist geheim!
Eines Tages ist die Tante verschwunden. Und Schwein läuft Samba auch noch davon! Die beiden laufen und laufen – bis sie vor der alten Mühle stehen. Ob die dunklen Gestalten mit ihren langen Mänteln etwas mit Tante Ottilies Verschwinden zu tun haben?
Annette von Bodecker-Büttners fantasievolle Illustrationen machen Andrea Karimés spannende Detektivgeschichte zu einem bunten Vergnügen.
Diskussionsveranstaltung zu Adelheid Popp, »Jugend einer Arbeiterin«
Anlässlich der Neuauflage des Schlüsselwerks der sozialdemokratischen Frauenbewegung stellt Herausgeberin Sibylle Hamann die Sozialdemokratin hundert Jahre nach deren Einzug ins österreichische Parlament noch einmal vor.
Adelheid Popp war die erste Frau, die am 4. März 1919 im österreichischen Parlament das Wort ergriff. Sie war ein Kind aus den Wiener Elendsquartieren, aus einer bitterarmen, patriarchalen, gewalttätigen, bildungsfernen Zuwandererfamilie. Eine wie sie hätte es eigentlich nie so weit bringen dürfen. Doch sie überwand die Hindernisse ihres Herkunftsmilieus und wurde zur Pionierin der österreichischen Frauenbewegung. Wie gelang das? Was können wir von ihr lernen? Welche Kräfte sind es, die bis heute Kinder aus ähnlichen Milieus kleinhalten? Und was muss in Österreich geschehen, damit das Potenzial vieler kleiner Adelheids gehoben wird?
Sibylle Hamann und Katharina Prager zeichnen nicht nur den historischen Rahmen der Erinnerungen Adelheid Popps nach, sondern stellen diese auch in einen aktuellen Kontext.