Lesung: Stefan Schomann, »Lesereise China«

»Wer reist«, befand Tu Long, der vagabundierende Poet, »der tut es, um Augen und Ohren zu öffnen und um Freude in seinem Herzen zu finden.« Beflügelt vom Geist des 16. Jahrhunderts unternimmt Stefan Schomann ausgedehnte Reisen durchs China des 21. Jahrhunderts. Sie führen ihn von den Steppen Innerasiens bis ins Delta des Jangtsekiang und von den verschneiten Höhen der Mandschurei bis in die zauberischen Felsenwelten Hunans.
Vor allem aber begegnet er China in seinen Menschen. Er fördert ihre anrührenden und vielfach verblüffenden Lebensgeschichten zutage, etwa die der Geschichtenerzähler, die, allen modernen Massenmedien zum Trotz, guten Mutes über die Dörfer tingeln wie schon vor zweitausend Jahren.
Ein persönliches, zeitgemäßes und bisweilen auch poetisches Porträt dieses ungeheuren Landes.

Lesung: Stefan Schomann, »Lesereise China«

»Wer reist«, befand Tu Long, der vagabundierende Poet, »der tut es, um Augen und Ohren zu öffnen und um Freude in seinem Herzen zu finden.« Beflügelt vom Geist des 16. Jahrhunderts unternimmt Stefan Schomann ausgedehnte Reisen durchs China des 21. Jahrhunderts. Sie führen ihn von den Steppen Innerasiens bis ins Delta des Jangtsekiang und von den verschneiten Höhen der Mandschurei bis in die zauberischen Felsenwelten Hunans.
Vor allem aber begegnet er China in seinen Menschen. Er fördert ihre anrührenden und vielfach verblüffenden Lebensgeschichten zutage, etwa die der Geschichtenerzähler, die, allen modernen Massenmedien zum Trotz, guten Mutes über die Dörfer tingeln wie schon vor zweitausend Jahren.
Ein persönliches, zeitgemäßes und bisweilen auch poetisches Porträt dieses ungeheuren Landes.

Bilderbuchkino mit Cornelia Travnicek, »Zwei dabei«

Johanne und Ranjeet haben beide eine große Sehnsucht: die Olympischen Spiele! Genauer gesagt, den olympischen Eiskunstlauf-Paartanz. Aber bei Ranjeet zu Hause ist es viel zu warm für Eis. Und weil er so klein ist, dass alle anderen Kinder ihn gerne übersehen, hat er auch gar keine Freunde außer seinem Elefanten. Und bei Johanne hoch im Norden wollen alle anderen Kinder nur Eishockey spielen. Weil sie groß und stark ist, gewinnt sie zwar immer beim Eishockey – sie würde aber viel lieber tanzen.
Eines Tages fährt Johanne aus dem Norden und Ranjeet aus dem Süden in das Land, in dem gerade die olympischen Wettbewerbe stattfinden. Werden sich die beiden so verschiedenen Eislauf-Fans treffen? Und werden sie sich ihren Traum erfüllen können?

Cornelia Travniceks erstes Kinderbuch erzählt von Wünschen und Unmöglichkeiten, vom Zu-groß-Sein und dem Zu-klein-Sein – und davon, dass Träume wahr werden können, wenn man seinen eigenen Weg geht.

BUCH WIEN: Sibylle Hamann präsentiert Adelheid Popps »Jugend einer Arbeiterin«

Adelheid Popp war die erste Frau, die am 4. März 1919 im österreichischen Parlament das Wort ergriff. Sie war ein Kind aus den Wiener Elendsquartieren, aus einer bitterarmen, patriarchalen, gewalttätigen, bildungsfernen Zuwandererfamilie. Doch sie überwand die Hindernisse ihres Herkunftsmilieus und wurde zur Pionierin der österreichischen Frauenbewegung. Wie gelang das? Was können wir von ihr lernen? Welche Kräfte sind es, die bis heute Kinder aus ähnlichen Milieus kleinhalten? Adelheid Popps »Jugend einer Arbeiterin« ist ein Schlüsselwerk der sozialdemokratischen Frauenbewegung. Sibylle Hamann und Katharina Prager stellen in einer neuen historisch und politisch kommentierten Ausgabe die Erinnerungen Adelheid Popps in einen aktuellen Kontext.

BUCH WIEN: Helga Amesberger, Simon Clemens und Brigitte Halbmayr »Meine Mama war Widerstandskämpferin«

Der organisierte Widerstand gegen den Nationalsozialismus wird zumeist männlich gedacht – doch auch Frauen betätigten sich: Sie waren nicht unpolitisch und passiv, ihr Widerstand war nicht auf den humanitären Bereich beschränkt. Wer waren diese Frauen? Wie waren sie organisiert? Eindrucksvoll legen die Autorinnen und der Autor anhand von Einzelschicksalen dar, in welche Netzwerke diese Frauen eingebunden waren und wie ihr Widerstand aussah. Es wird auch das Weiterwirken untersucht: In Interviews mit Söhnen und Töchtern der Widerstandskämpferinnen werden nicht nur die Auswirkungen der Widerstandstätigkeit auf Mutter und Familie, sondern auch die innerfamiliäre Tradierung von Narrativen sowie politischem Bewusstsein ergründet.

BUCH WIEN: Thomas Sautner »Großmutters Haus«

Die Begegnung mit ihrer tot geglaubten, unkonventionellen Großmutter bringt einer jungen Frau unerwartete Erkenntnisse, die ihr Leben auf den Kopf stellen. Eines Tages erhält Malina ein rätselhaftes Päckchen, prall gefüllt mit Geldscheinen. Auf dem beigefügten Kärtchen steht lapidar: »Anbei ein paar Zettel mit Nullen drauf. Deine Großmutter.« Malina kann es kaum glauben, hat sie doch die Großmutter seit Jahren für tot gehalten. Also macht sie sich auf den Weg in ihre alte Heimat, zum großmütterlichen Haus, das tief im Wald versteckt liegt. Die alte Dame, die sie dort vorfindet, ist extravagant, ausgeflippt und lebensfroh, zum Wiedersehen bietet sie ihrer Enkelin zunächst einen Joint an …

BUCH WIEN: Egyd Gstättner »Mein Leben als Hofnarr«

Ein Roman oder kein Roman? Wahr oder erfunden? Der Autor Egyd Gstättner spielt mit der Figur Egyd Gstättner Verstecken: Was kann man wem glauben?

Ein Schriftstellerleben ist aufregend und glamourös: Einige Jahre vor seinem fünfzigsten Geburtstag hört der Kärntner Schriftsteller Egyd Gstättner M. A. Numminen und wartet bange auf Nachricht seines Verlags. Sein Kind hat hohes Fieber und aus unerfindlichen Gründen erscheinen seine Beiträge nicht mehr in der Zeitung. Seine Gedanken wandern von Fußball zu Erfolg oder Nichterfolg seiner Kollegen, von seiner Frau zum Landeshauptmann.
Nach der Chronologie eines Tagebuchs erfährt man hier das Intimste eines Schriftstellers – und kann sich nie sicher sein, wen man hier liest: den Autor oder seine Figur. Witz und pointierte Betrachtungen prägen die Erzählungen aus dem Leben des Hofnarren, der alles sagen darf.

BUCH WIEN: Birgit Unterholzner: »Weißt du, wo es Katzen und Hunde regnet?«

Mia liebt den Regen. Sie kann gar nicht damit aufhören sich auszumalen, was sie alles bei Regenwetter tun könnte. Frau Ernestine sagt nur: „Pfui Teufel, Regen ist nass.“ Aber sie kann lachen, wenn es Stuhlbeine regnet, wie in Griechenland, oder Katzen und Hunde, wie in England. Birgit Unterholzner erzählt von der Magie des Regens und erfindet gemeinsam mit den Kindern neue Regengeschichten.

BUCH WIEN: Robert Misik »Herrschaft der Niedertracht«

Robert Misik geht mit dem Zeitgeist ins Gericht. Wie konnte sich die neue Rechte durchsetzen? Woher kommt die Mehrheitsfähigkeit einer Politik, die achtlos mit der Würde und den Rechten der Ärmsten umgeht, die Gesetze beschließt, die vor allem den Wohlhabenden nutzen und Grundrechte wie die Meinungsfreiheit in Gefahr bringt? Misiks Appell: Lassen wir uns so nicht wieder regieren!

BUCH WIEN: Barbara Schinko »Zimteis mit Honig«

Moritz verbringt viel Zeit im Einkaufszentrum, weil seine Eltern dort einen Eissalon führen. Mila ist auch oft im Einkaufszentrum, eigentlich täglich. Sie hat nie genug Geld mit, um sich ein Eis zu kaufen, also schenkt ihr Moritz eine Portion Zimteis mit Honig – eine Sorte, die kaum jemand mag. Doch warum muss sie nicht in die Schule, wenn er in die Schule geht? Und was hat Mila in dem geschlossenen Teppichgeschäft zu suchen? Langsam wird Moritz klar, dass Mila gar kein Zuhause hat, und er weiß nicht, was er tun soll, um seine Freundin nicht in Schwierigkeiten zu bringen … Spannend, einfühlsam und kindgerecht nähert sich Barbara Schinko dem Thema Obdachlosigkeit an und lässt ihre Protagonisten vorsichtig zu einem möglichen Ausweg finden.