Angesichts einer Welt, die in Tyrannei und neuem Autoritarismus zu versinken droht, heißt die Kunst der Stunde Widerstand. Es gilt, der Versuchung zu trotzen, eine komplexe Welt in lächerliche Eindeutigkeiten aufzulösen, und die Falle übergroßer Gemäßigtheit zu vermeiden.
Radikal in Ambition, vernünftig in Stil und Ton, gewinnend und den Menschen zugewandt – diese Richtschnur zieht sich wie ein roter Faden durch die preisgekrönten Essays von Robert Misik.
Mit Verve setzt sich der Autor zwischen alle Stühle. Misik stemmt sich gegen die »Zerstörung der Vernunft« durch den neuen Faschismus und nimmt zugleich manche Verrücktheiten der heutigen Linken aufs Korn. Die politischen Verwüstungen unserer Zeit beschreibt er mit kulturellem Tiefgang, so wie er die politische Radikalität von Künstlern wie Annie Ernaux, Franz Kafka, Pier Paolo Pasolini oder George Orwell für unsere Zeit freilegt.
Archiv: Veranstaltungen
Eine Liste kommender Veranstaltungen
Lesung: Cornelia Travnicek, »Ich erzähle von meinen Beinen«
Wallys Familie funktioniert – meistens. Ihr Mann, ihre Tochter, das Haus, die Laufenten: Sie hat alles im Griff, bis: sie eines Tages zusammenbricht und sich im Krankenhaus wiederfindet. Alles, was davor geschah, bekommt so eine verschobene Bedeutung. Bei ihrer Tochter wurde ADHS diagnostiziert – aber wie ist es mit ihrer eigenen Unkonzentriertheit, der Unmöglichkeit, Begonnenes abzuschließen, ihrer Hyperaktivität? Ihren irrationalen Ängsten und kleinen Neurosen? Wallys Zusammenbruch und die fast zeitgleiche Überschwemmung ihres Hauses bilden gleichermaßen die Klimax einer Überforderung – und die Erlösung daraus.
Wie sich das Leben mit Neurodivergenz anfühlt, verarbeitet Cornelia Travnicek eindrucksvoll zu einem literarisch raffinierten Roman, der einen immer wieder zum Schmunzeln bringt.
Lesung: Cornelia Travnicek, »Ich erzähle von meinen Beinen«
Wallys Familie funktioniert – meistens. Ihr Mann, ihre Tochter, das Haus, die Laufenten: Sie hat alles im Griff, bis: sie eines Tages zusammenbricht und sich im Krankenhaus wiederfindet. Alles, was davor geschah, bekommt so eine verschobene Bedeutung. Bei ihrer Tochter wurde ADHS diagnostiziert – aber wie ist es mit ihrer eigenen Unkonzentriertheit, der Unmöglichkeit, Begonnenes abzuschließen, ihrer Hyperaktivität? Ihren irrationalen Ängsten und kleinen Neurosen? Wallys Zusammenbruch und die fast zeitgleiche Überschwemmung ihres Hauses bilden gleichermaßen die Klimax einer Überforderung – und die Erlösung daraus.
Wie sich das Leben mit Neurodivergenz anfühlt, verarbeitet Cornelia Travnicek eindrucksvoll zu einem literarisch raffinierten Roman, der einen immer wieder zum Schmunzeln bringt.
Buchpräsentation: Elisabeth Hammer, »Handeln unter Druck«
Soziale Organisationen unterstützen täglich Menschen in Not und stabilisieren Lebenslagen. Doch in einer Zeit wachsender Ungleichheit, von Spardruck und Rechtsruck geraten auch sie zunehmend unter Druck. Elisabeth Hammer, Geschäftsführerin von neunerhaus und Vorsitzende der BAWO, beschreibt diese Entwicklung als »Klimawandel im Sozialen«: eine schleichende Verschärfung sozialer Ungleichheiten, die zuerst Menschen am Rand trifft – und längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.
Ausgehend von konkreten Erfahrungen in der Wohnungslosenhilfe zeigt sie, warum ein »Weiter wie bisher« nicht ausreicht. Sie plädiert für eine erweiterte Handlungspraxis: für mehr gesellschaftspolitische Verantwortung, stärkere Vernetzung, neue Formen der Zusammenarbeit – und für den Mut, systemische Veränderungen aktiv voranzutreiben.
Buchpräsentation: Elisabeth Schmidauer, »Nach dem Ende«
Die Welt ist nach unzähligen kleineren und größeren Katastrophen immer noch da. Die Menschen aber müssen von vorn beginnen: Familien sind zerrissen, Gemeinschaften ausgelöscht, Infrastruktur zerstört, Städte unbewohnbar geworden.
Wie es ist, wenn Menschen Zusammenhalt und Kooperation wieder erlernen müssen, wenn sie wieder lernen müssen, von und mit der Natur zu leben und dabei mit menschlichen Abgründen konfrontiert werden, davon erzählt Elisabeth Schmidauer in ihrem eindringlichen und erschütternden Roman aus einer Welt nach dem Ende der modernen Zivilisation.
Lesung: Wolfgang Böhm, »Wellenlänge«
Eine Stimme, die berührt: Radiosprecherin Eva ist ein früher Star der Rundfunkgeschichte. Ihr Schicksal ist eng verknüpft mit dem des Senders Radio Luxemburg – und ebenso mit dem des jungen, musikbegeisterten Radiohörers Felix aus Aachen. In der Nazizeit riskiert Felix Kopf und Kragen, um diesen und andere Feindsender zu empfangen, immer auf der Suche nach Evas Stimme, deren lässige Moderationen ihn faszinieren.
Wolfgang Böhm erzählt davon, wie Radio gemacht wurde, und welche Bedeutung es für den geistigen Widerstand gegen die Nazis hatte.
Lesung: Wolfgang Böhm, »Wellenlänge«
Eine Stimme, die berührt: Radiosprecherin Eva ist ein früher Star der Rundfunkgeschichte. Ihr Schicksal ist eng verknüpft mit dem des Senders Radio Luxemburg – und ebenso mit dem des jungen, musikbegeisterten Radiohörers Felix aus Aachen. In der Nazizeit riskiert Felix Kopf und Kragen, um diesen und andere Feindsender zu empfangen, immer auf der Suche nach Evas Stimme, deren lässige Moderationen ihn faszinieren.
Wolfgang Böhm erzählt davon, wie Radio gemacht wurde, und welche Bedeutung es für den geistigen Widerstand gegen die Nazis hatte.
Lesung: Wolfgang Böhm, »Wellenlänge«
Eine Stimme, die berührt: Radiosprecherin Eva ist ein früher Star der Rundfunkgeschichte. Ihr Schicksal ist eng verknüpft mit dem des Senders Radio Luxemburg – und ebenso mit dem des jungen, musikbegeisterten Radiohörers Felix aus Aachen. In der Nazizeit riskiert Felix Kopf und Kragen, um diesen und andere Feindsender zu empfangen, immer auf der Suche nach Evas Stimme, deren lässige Moderationen ihn faszinieren.
Wolfgang Böhm erzählt davon, wie Radio gemacht wurde, und welche Bedeutung es für den geistigen Widerstand gegen die Nazis hatte.
Leusng: Johannes Oster, »Die Eloquenz der Computer«
Seit dem »ChatGPT-Moment« im November 2022 ist die Welt eine andere. Sprachmodelle sind über Nacht von einem Forschungsexperiment zu einem kulturellen Phänomen geworden und haben sich tief in unseren Alltag eingewoben.
Johannes Oster unternimmt den Versuch, diese rasante Entwicklung in einer Momentaufnahme nachzuzeichnen.
Beginnend mit einem Blick von außen ergründet er, warum die sprachliche Gewandtheit von KI auf uns so magisch wirkt. Er erklärt das Innenleben der Technologie – wie Sprache in atomare Bausteine (»Tokens«) übersetzt, ihre Bedeutung in hochdimensionalen Vektorräumen als »Karte der Bedeutung« verankert wird und wie die KI durch die simple Aufgabe, das nächste Token vorherzusagen, die komplexen Muster unserer Sprache erlernt. Schließlich wirft er einen kritischen Blick auf das große Ganze und die tiefgreifenden Konsequenzen dieser Revolution.
Lesung: Wolfgang Böhm, »Wellenlänge«
Eine Stimme, die berührt: Radiosprecherin Eva ist ein früher Star der Rundfunkgeschichte. Ihr Schicksal ist eng verknüpft mit dem des Senders Radio Luxemburg – und ebenso mit dem des jungen, musikbegeisterten Radiohörers Felix aus Aachen. In der Nazizeit riskiert Felix Kopf und Kragen, um diesen und andere Feindsender zu empfangen, immer auf der Suche nach Evas Stimme, deren lässige Moderationen ihn faszinieren.
Wolfgang Böhm erzählt davon, wie Radio gemacht wurde, und welche Bedeutung es für den geistigen Widerstand gegen die Nazis hatte.