Eine Stimme, die berührt: Radiosprecherin Eva ist ein früher Star der Rundfunkgeschichte. Ihr Schicksal ist eng verknüpft mit dem des Senders Radio Luxemburg – und ebenso mit dem des jungen, musikbegeisterten Radiohörers Felix aus Aachen. In der Nazizeit riskiert Felix Kopf und Kragen, um diesen und andere Feindsender zu empfangen, immer auf der Suche nach Evas Stimme, deren lässige Moderationen ihn faszinieren.
Wolfgang Böhm erzählt davon, wie Radio gemacht wurde, und welche Bedeutung es für den geistigen Widerstand gegen die Nazis hatte.
Archiv: Veranstaltungen
Eine Liste kommender Veranstaltungen
Buchpräsentation: Wolfgang Böhm, »Wellenlänge«
Eine Stimme, die berührt: Radiosprecherin Eva ist ein früher Star der Rundfunkgeschichte. Ihr Schicksal ist eng verknüpft mit dem des Senders Radio Luxemburg – und ebenso mit dem des jungen, musikbegeisterten Radiohörers Felix aus Aachen. In der Nazizeit riskiert Felix Kopf und Kragen, um diesen und andere Feindsender zu empfangen, immer auf der Suche nach Evas Stimme, deren lässige Moderationen ihn faszinieren.
Wolfgang Böhm erzählt davon, wie Radio gemacht wurde, und welche Bedeutung es für den geistigen Widerstand gegen die Nazis hatte.
Lesung: Reinhard Keck, »Lesereise London«
London ist die einzig wahre Weltstadt, ein unwiderstehlicher Melting-Pot, der mit seiner Eleganz und Energie seit Jahrhunderten Reisende stets aufs Neue in den Bann zieht.
Reinhard Keck berichtet seit zehn Jahren als freier Korrespondent für deutschsprachige Medien aus der britischen Hauptstadt. Er zeichnet ein poetisches Porträt der Metropole und stellt Menschen vor, die für Londons Vielfalt stehen. So speist er bei der berühmten Köchin Asma Khan im Darjeeling Express in Soho, blickt mit einer Shakespeare-Darstellerin hinter die Kulissen des Globe Theatres, spürt mit einem Musikjournalisten den Ikonen der Popkultur in Camden Town nach, schlürft Tee auf einer Gartenparty im Buckingham Palace und pilgert zum Pokalfinale in die Fußball-Kathedrale Wembley. In seiner Nachbarschaft, im früher rauen und zunehmend hippen Arbeiterviertel Bermondsey, erlebt er den Charme und den Humor der letzten Urgesteine des Cockney-Kosmos.
Lesung: Anna Silber, »Wie die Hasen«
Am 2. Februar 1945 rettet die Bauernfamilie Reisinger einem sowjetischen Häftling das Leben, der aus dem KZ Mauthausen ausgebrochen ist, indem sie ihn in ihrer Scheune versteckt und so vor der Hetzmeute schützt. Siebzig Jahre später ist Paula eine der letzten Zeitzeuginnen dieser »Mühlviertler Hasenjagd« – und die bestimmende Person im Leben ihrer Enkelin Lisa.
Als Lisa ungeplant schwanger wird und Paula mit der Diagnose Demenz konfrontiert wird, gerät das Familiengefüge am Reisingerhof ins Wanken.
Was wird aus Erinnerung, wenn sie den letzten Zeitzeuginnen entgleitet? Anna Silber erzählt von starken Frauen, vom kollektiven Gedächtnis und von Vorbildern, die nach und nach verschwinden.
Lesung: Stefan Slupetzky, »Nichts wie weg«
Als Vera Baum von einem Tag auf den anderen ihren Geruchssinn verliert, bricht für die experimentierfreudige Zuckerbäckerin eine Welt zusammen. Nun muss sie ihren Beruf aufgeben und ihre Konditorei schließen – und zu allem Überfluss erwischt sie auch noch ihren Mann in flagranti mit ihrer besten Freundin.
Zur gleichen Zeit wird in Finnland der Geldfälscher Onni Viitala aus der Haft entlassen. Rat- und mittellos kehrt er in seine ehemalige Fälscherwerkstatt zurück und wird dort von zwei albanischen Ganoven überrascht, die eine von der Polizei unentdeckte Menge an Falschgeld stehlen, um sie nach Wien zu bringen. Da es sich aber um fehlerhafte Blüten handelt, nimmt der ehrenwerte Fälscher Onni die Verfolgung auf, um die Geldscheine zurückzuholen und zu entsorgen.
In Wien angekommen, trifft Onni auf Vera – eine zufällige, aber schicksalshafte Begegnung für beide …
Lesung: Harald Darer, »Makula«
Zwei Brüder haben in derselben Nacht Autounfälle, die ganz unterschiedlich ausgehen: Während der eine mit einem Blechschaden davonkommt, wird der andere schwer verletzt.
Eine Einladung nach Indien stellt all das Zauberhafte, Magische in Aussicht, was man sich von einer Reise auf den Subkontinent erwartet: doch nichts davon wird erfüllt: Die Reise stellt sich als Aneinanderreihung von kleinen Katastrophen heraus, aus denen man eigentlich nichts lernen kann, die aber das eigene Leben grundlegend auf den Prüfstand stellen.
Immer sind es Momente, deren Bedeutung sich erst im Nachhinein manifestiert, die aber prägend für das weitere Leben der Protagonisten sind. Harald Darer versteht es, den Blick auf diese Momente zu fokussieren und daraus ein Universum zu schaffen.
Lesung: Stefan Kutzenberger, »Die Liste der Lebenden«
September 1858, mitten auf dem Atlantik. Eine nicht mehr ganz junge Frau treibt nackt auf einer Tür liegend in den sachten Wellen. Die Sonne scheint und in Gedanken ist sie in Dänemark.
Henriette Wulff, aus bester dänischer Familie, ist dreiundfünfzig, als sie sich entschließt, ihre Heimat hinter sich zu lassen und nach Amerika auszuwandern. Trotz ihres umtriebigen Soziallebens in den Salons Kopenhagens, trotz ihrer zahlreichen Bekanntschaften in Europa. Und trotz ihrer intensiven Freundschaft mit dem Dichter Hans Christian Andersen, mit dem sie über Jahrzehnte hinweg Hunderte Briefe wechselte.
Doch die Überfahrt endet in einer Katastrophe, der größten Schifffahrtskatastrophe des 19. Jahrhunderts. Inmitten der Trümmer des Dampfers »Austria« bleibt Henriette nichts übrig, als in Gedanken weiter Briefe an Andersen zu verfassen, ahnend, dass er zu Hause in seiner Schreibstube auch nicht anders kann, als ihr zu schreiben.
Stefan Kutzenberger erzählt die Geschichte einer unerkannten Liebe zwischen zwei Menschen, die erst im Angesicht des Todes begreifen, wie eng sie einander verbunden sind.
Lesung: Cornelia Travnicek, »Ich erzähle von meinen Beinen«
Wallys Familie funktioniert – meistens. Ihr Mann, ihre Tochter, das Haus, die Laufenten: Sie hat alles im Griff, bis: sie eines Tages zusammenbricht und sich im Krankenhaus wiederfindet. Alles, was davor geschah, bekommt so eine verschobene Bedeutung. Bei ihrer Tochter wurde ADHS diagnostiziert – aber wie ist es mit ihrer eigenen Unkonzentriertheit, der Unmöglichkeit, Begonnenes abzuschließen, ihrer Hyperaktivität? Ihren irrationalen Ängsten und kleinen Neurosen? Wallys Zusammenbruch und die fast zeitgleiche Überschwemmung ihres Hauses bilden gleichermaßen die Klimax einer Überforderung – und die Erlösung daraus.
Wie sich das Leben mit Neurodivergenz anfühlt, verarbeitet Cornelia Travnicek eindrucksvoll zu einem literarisch raffinierten Roman, der einen immer wieder zum Schmunzeln bringt.
Buchpräsentation: Anna Silber, »Wie die Hasen«
Am 2. Februar 1945 rettet die Bauernfamilie Reisinger einem sowjetischen Häftling das Leben, der aus dem KZ Mauthausen ausgebrochen ist, indem sie ihn in ihrer Scheune versteckt und so vor der Hetzmeute schützt. Siebzig Jahre später ist Paula eine der letzten Zeitzeuginnen dieser »Mühlviertler Hasenjagd« – und die bestimmende Person im Leben ihrer Enkelin Lisa.
Als Lisa ungeplant schwanger wird und Paula mit der Diagnose Demenz konfrontiert wird, gerät das Familiengefüge am Reisingerhof ins Wanken.
Was wird aus Erinnerung, wenn sie den letzten Zeitzeuginnen entgleitet? Anna Silber erzählt von starken Frauen, vom kollektiven Gedächtnis und von Vorbildern, die nach und nach verschwinden.
Lesung: Cornelia Travnicek, »Ich erzähle von meinen Beinen«
Wallys Familie funktioniert – meistens. Ihr Mann, ihre Tochter, das Haus, die Laufenten: Sie hat alles im Griff, bis: sie eines Tages zusammenbricht und sich im Krankenhaus wiederfindet. Alles, was davor geschah, bekommt so eine verschobene Bedeutung. Bei ihrer Tochter wurde ADHS diagnostiziert – aber wie ist es mit ihrer eigenen Unkonzentriertheit, der Unmöglichkeit, Begonnenes abzuschließen, ihrer Hyperaktivität? Ihren irrationalen Ängsten und kleinen Neurosen? Wallys Zusammenbruch und die fast zeitgleiche Überschwemmung ihres Hauses bilden gleichermaßen die Klimax einer Überforderung – und die Erlösung daraus.
Wie sich das Leben mit Neurodivergenz anfühlt, verarbeitet Cornelia Travnicek eindrucksvoll zu einem literarisch raffinierten Roman, der einen immer wieder zum Schmunzeln bringt.