Lesung: Thomas Sautner »Großmutters Haus«

Was ist ein gelungenes Leben? Die Begegnung mit der tot geglaubten, unkonventionellen Großmutter, die in einem verborgenen Haus mitten im Wald lebt, bringt einer jungen Frau unerwartete Erkenntnisse, die ihr Leben auf den Kopf stellen.

Malina lebt in der Großstadt, studiert und arbeitet nebenbei in einer Bücherei. Eines Tages bringt ihr der Postbote ein rätselhaftes Päckchen, prall gefüllt mit Geldscheinen. Auf einem beigefügten Kärtchen steht lapidar: »Anbei ein paar Zettel mit Nullen drauf. Deine Großmutter.« Malina kann es kaum glauben, hat sie doch die Großmutter seit Jahren für tot gehalten. Also macht sie sich auf den Weg in ihre alte Heimat, zum großmütterlichen Haus, das tief im Wald versteckt liegt. Die alte Dame die sie dort vorfindet, ist extravagant, ausgeflippt und lebensfroh, zum Wiedersehen bietet sie ihrer Enkelin zunächst einen Joint an …

Lesung: Thomas Bruckner »Wundersuche«

Auf der Suche nach Heilung begibt sich der Reporter Thomas Bruckner auf den Weg durch den Dschungel der Alternativmedizin – und bleibt dabei immer auch ein fragender, zweifelnder Hilfesuchender.

Als bei Thomas Bruckner ein Hirntumor diagnostiziert wird, beschließt er, sich nicht, wie von den Ärzten empfohlen, sofort operieren zu lassen, sondern erst alternative Heiler aufzusuchen. Auf seiner journalistischen Suche nach Heilung begegnet er einer Vielzahl von Menschen, die behaupten, außergewöhnliche Fähigkeiten in sich zu tragen. Vom bodenständigen Heiler in seinem Nachbarort über Voodoo-Priester in Togo, von Wunderheilern auf den Philippinen, Schamanen in Bulgarien, Teufelsaustreibern in Ghana bis hin zum weltweit bekanntesten Medium, João de Deus in Brasilien, führen ihn seine Reisen.
Eine gleichermaßen fesselnde wie irritierende Welt tut sich auf.

Lesung: Egyd Gstättner »Die Familie des Teufels«

Egyd Gstättner begibt sich auf die Spuren bedeutender Kollegen und schafft aus zehn literarischen Porträts ein großartiges Selbstbildnis.

Vor Egyd Gstättner ist niemand sicher: Selbst Nobelpreisträger und Ikonen der Literatur müssen seine spitze Feder über sich ergehen lassen. Von großer Kenntnis und tiefer Einsicht, von Anteilnahme und von Abneigung gleichermaßen sind seine Annäherungen geprägt – sprechen sie doch immer auch von ihm selbst. Er erzählt tragische Geschichten und dramatische Ereignisse, voll Zynismus und Galgenhumor. Und dennoch wird am Ende klar, wie sehr das Leben und das damit untrennbar verwobene Werk aller zehn Porträtierten seine Entwicklung und sein Schreiben beeinflusst haben. Und eines ist sicher: Man kann sich seine Vorbilder nicht aussuchen.

Lesung: Stefan Schomann »Lesereise China«

»Wer reist«, befand Tu Long, der vagabundierende Poet, »der tut es, um Augen und Ohren zu öffnen und um Freude in seinem Herzen zu finden.« Beflügelt vom Geist des 16. Jahrhunderts unternimmt Stefan Schomann ausgedehnte Reisen durchs China des 21. Jahrhunderts. Sie führen ihn von den Steppen Innerasiens bis ins Delta des Jangtsekiang und von den verschneiten Höhen der Mandschurei bis in die zauberischen Felsenwelten Hunans.

Vor allem aber begegnet er China in seinen Menschen. Er fördert ihre anrührenden und vielfach verblüffenden Lebensgeschichten zutage, etwa die der Geschichtenerzähler, die, allen modernen Massenmedien zum Trotz, guten Mutes über die Dörfer tingeln wie schon vor zweitausend Jahren.
Ein persönliches, zeitgemäßes und bisweilen auch poetisches Porträt dieses ungeheuren Landes.

Lesung: Theodora Bauer »Chikago«

Feri und Katica leben Anfang der zwanziger Jahre in einem Gebiet des Aufruhrs und des Umbruchs und vor allem der Armut: an der noch jungen ungarisch-österreichischen Grenze. Die große Hoffnung heißt »Amerika«, vor allem für Feri, der die schwangere Katica mitnehmen will. Ein Unglück und das beherzte Eingreifen von Katicas Schwester Anica lassen die Auswanderpläne zur Flucht werden, nun sind sie zu dritt. Doch das Leben in Amerika ist nicht so gut zu den drei Auswanderern wie erhofft: Die Geburt ihres Kindes verläuft für Katica tragisch, Feri wird zum Säufer und Tagedieb, und bald muss Anica die Verantwortung für den kleinen Josip übernehmen …

Theodora Bauer verleiht ihren Protagonisten Seele, ihrer Geschichte Realismus, ihrem Schicksal Tragik und Schönheit: Ein großer Roman über die Sehnsucht nach einem besseren Leben.

Lesung: René Freund »G’schichten aus dem Leben«

René Freund, 1967 in Wien geboren, lebt als Schriftsteller im Salzkammergut. Er arbeitete als Dramaturg, schrieb aber bald schon selbst Theaterstücke. Im Picus Verlag erschienen Sachbücher, die Romane »Wiener Theaterblut« und »Wechselwirkungen«, der Satireband »Stadt, Land und danke für das Boot« sowie die Lesereisen Jakobsweg, Linz und Salzkammergut. www.renefreund.net

Lesung: Daniela Meisel »Wovon Schwalben träumen«

Ein starkes Mädchen in den dreißiger Jahren als Inspiration für eine junge Frau von heute: Durch Blitzlichter in die Gegenwart einer Wissenschaftlerin am Scheideweg verknüpft Daniela Meisel eine bemerkenswerte Lebensgeschichte mit Fragen nach weiblichen Rollenbildern.

Freda hat als uneheliches Kind nicht nur keine Freunde, auch ihr Vater ist nur manchmal da. Der kann sich einfach nicht entscheiden, ob seine Liebe zu Freda und ihrer Mutter groß genug ist.
Es sind die dreißiger Jahre, in Fredas Klasse kommt ein Neuer: Benjamin, mit dem Freda sich anfreundet. Es keimt eine zarte erste Liebe. Doch schon bald muss Benjamins Familie sich in Sicherheit bringen und Fredas Vater beschließt, eine andere zu heiraten. Also bleibt Freda mit Mutter und Großmutter allein zurück: Benjamin verschwunden, der Vater tot, ein Krieg zieht herauf. Aber das starke Mädchen lässt sich nicht brechen.

Lesung: Kirstin Breitenfellner »Bevor die Welt unterging«

Judith ist ein Teenager, als die achtziger Jahre beginnen. Sie lebt in behüteten Verhältnissen in einer Kleinstadt und wächst, wie ihre Eltern nicht müde werden zu versichern, in einer Epoche von beispiellosem Frieden und Wohlstand auf. Tatsächlich wird ihre Adoleszenz geprägt vom Kalten Krieg und Wettrüsten, vom drohenden Waldsterben, von der neuen Seuche Aids und dem Reaktorunfall in Tschernobyl.
Judith und ihrer Clique gelingt es, den Bedrohungen von Artensterben und Atomkrieg, der scheinbaren Ausweglosigkeit und der Apokalypse zum Trotz, eine ganz normale Jugend zu erleben, mit Partys und Protest, Ausflügen, Liebe und Verrat. Als schließlich die Mauer fällt, hat Judith das Gefühl, dass ihr Leben jetzt erst so richtig beginnen kann.

Ein Roman über das Erwachsenwerden in einer Zeit, die erstaunliche Parallelen zu den Problemen und Themen der heutigen Jugend aufweist – vom Klimawandel über den Reaktorunfall von Fukushima bis zu den Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt.

Präsentation: Ivan Ivanji »Tod in Monte Carlo«

In fortgeschrittenem Alter macht der jugoslawische Arzt Moritz Karpaty 1939 zum ersten Mal in seinem Leben Urlaub: Sein Freund Viktor Elek, schwerreicher Zuckerfabrikant, ermuntert ihn, mit ihm nach Monte Carlo zu fahren. Was sich nach einer unbeschwerten Reise anhört, wird bald getrübt: Der Zweite Weltkrieg bricht aus, und im Hotel Hermitage verfolgen die betuchten Gäste die sich überstürzenden Ereignisse vor dem Radio. Noch wähnt man sich sicher und vergnügt sich am Strand, auf der Promenade und im Casino. Auch Moritz: Fast absichtslos hat er im Casino ein Vermögen gewonnen und beschlossen, alles bis auf den letzten Centime in Monte Carlo auszugeben. Da lernt er die junge russische Tänzerin Ira kennen und spürt noch einmal seine Jugend. Die Katastrophe des Krieges und der Verfolgung nimmt indessen ihren Lauf …

Vor der mondänen Kulisse der Côte d’Azur und im Angesicht der Weltkatastrophe beschwört Ivan Ivanji die letzten Tage einer vergessenen Welt herauf.

Lesung: Thomas Sautner »Großmutters Haus«

Was ist ein gelungenes Leben? Die Begegnung mit der tot geglaubten, unkonventionellen Großmutter, die in einem verborgenen Haus mitten im Wald lebt, bringt einer jungen Frau unerwartete Erkenntnisse, die ihr Leben auf den Kopf stellen.

Malina lebt in der Großstadt, studiert und arbeitet nebenbei in einer Bücherei. Eines Tages bringt ihr der Postbote ein rätselhaftes Päckchen, prall gefüllt mit Geldscheinen. Auf einem beigefügten Kärtchen steht lapidar: »Anbei ein paar Zettel mit Nullen drauf. Deine Großmutter.« Malina kann es kaum glauben, hat sie doch die Großmutter seit Jahren für tot gehalten. Also macht sie sich auf den Weg in ihre alte Heimat, zum großmütterlichen Haus, das tief im Wald versteckt liegt. Die alte Dame die sie dort vorfindet, ist extravagant, ausgeflippt und lebensfroh, zum Wiedersehen bietet sie ihrer Enkelin zunächst einen Joint an …